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SITA: Mobiler Check-in und Self-Service gefragt

Die papierlose Reiseabwicklung liegt bei führenden Flughäfen im Trend: 80 Prozent der Flughafenbetreiber wollen den Großteil ihrer Passagiere künftig über Self-Service-Möglichkeiten wie Check-in-Kioske abfertigen.

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Das Gros aller führenden Flughafenbetreiber (80 Prozent) setzt beim Check-In künftig vornehmlich auf den Self-Service. Das ergab die neue Studie „Airport IT Trends“ von SITA. Darüber hinaus beurteilten 52 Prozent der Studienteilnehmer die Einführung elektronischer Dokumente als die entscheidendste Entwicklung für Flughäfen in der kommenden Zeit. Vor allem die Möglichkeit, Barcode-basierte Boarding-Pässe direkt an Mobiltelefone zu senden, forciert den Trend zum papierlosen Reisen.

Im Rahmen der sechsten jährlich erscheinenden Studie Airport IT Trends befragte SITA 106 Flughäfen und Flughafengruppen, die insgesamt 172 Flughäfen weltweit repräsentieren. Dazu zählen 56 der wichtigsten 100 Airports in Hinblick auf Umsatz und Passagierzahlen. Weitere Auftraggeber der Studie sind Airline Business und Airports Council International (ACI).

Weitere Ergebnisse der Befragung: Die Weltwirtschaftskrise hatte 2008 größtenteils keine Auswirkungen auf die IT-Budgets von Flughäfen. So sanken die IT-Investitionen im ähnlichen Verhältnis mit den Einnahmen nur minimal – von 3,5 Prozent im Jahr 2007 auf 3,2 Prozent in 2008. Insgesamt wird die weltweite IT-Industrie für Flughäfen auf drei Milliarden US-Dollar (circa 2,2 Milliarden Euro) geschätzt. 45 Prozent der Studienteilnehmer erwarten für 2010 wieder ein höheres Budget, während lediglich 14 Prozent mit einem niedrigeren Etat rechnen.

Catherine Mayer, SITA Vice-President for Airports, erklärt: „Die diesjährige Umfrage bestätigt, dass sich Self-Services zu einem globalen Trend entwickelt haben. Nahezu 80 Prozent der Befragten wollen Self-Services in diesem Jahr als primäre Check-In-Möglichkeit anbieten. Bereits heute ist dies bei 40 Prozent der weltweit führenden 100 Flughäfen der Fall.“

Meyer weiter: „Ebenso werden sich Flughäfenbetreiber bewusst, dass Passagiere in Zukunft mit weiteren Engpässen und Warteschlangen bei der Gepäckabgabe sowie den Sicherheitskontrollen konfrontiert werden. In der Konsequenz werden Airports unterschiedliche Automatisierungsmechanismen nutzen, um die Wartezeiten an neuralgischen Punkten wie etwa bei Sicherheitskontrollen und Einwanderungsschaltern zu kontrollieren.“ Für die Überprüfung der Wartezeiten wollen 60 Prozent der Flughäfen künftig Videoanalysen verwenden, 43 Prozent vertrauen RFID und 27 Prozent der Airports planen Bluetooth-Technologie zu nutzen.

In Hinblick auf geplante IT-Investitionen haben für 61 Prozent aller Flughäfen Passagierabfertigung und Services, für 56 Prozent die Passagiersicherheit und für 51 Prozent der Flughafenbetrieb eine hohe Priorität. Die Gepäckabfertigung und -verwaltung gehört für 51 Prozent der 100 wichtigsten Flughäfen auch weiterhin zu den Bereichen, in denen am meisten investiert wird. Kleinere und weniger verkehrsreiche Flughäfen indes messen dieser Anforderung weniger Bedeutung bei.

Rund 52 Prozent der Airports gehen davon aus, dass die Einführung elektronischer Dokumente von allen technologischen Neuerungen die stärksten Auswirkungen auf die IT- und Telekommunikationssysteme haben wird. Vor allem das papierlose Reisen sowie Barcode-basierte Boarding-Pässe (BCBP) werden diese Entwicklung vorantreiben, aber auch andere Bereiche wie die Flugzeugwartung.



11.03.2010 14:25:33 / newsbyteNews


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