|
Details:
Datum: |
06.10.2008 09:35:36 / newsbyteNews |
|
Überarbeitete Gesetze müssen die Transparenz von Datentransfers und die Haftung von Unternehmen sicherstellen. Technische Möglichkeiten sind längst vorhanden.
Ein Datenklau gigantischen Ausmaßes bei der Deutschen Telekom ist jetzt bekannt geworden: Mehr als 17 Millionen Datensätze von T-Mobile-Kunden, darunter viele Prominente, sind bereits 2006 gestohlen und dann zum Verkauf angeboten worden. Eine "extrem kriminelle Energie" sei an den Tag gelegt worden, sagte ein Sprecher der Telekom.
Gegenwärtig ist zwar eine Novellierung des Bundesdatenschutzgesetzes geplant, die Vorschläge von Bundesrat und Bundesregierung greifen aber nach Ansicht von Utimaco viel zu kurz: Die ausdrückliche Einwilligung von Kunden zur Weitergabe ihrer persönlichen Daten ist bei Missbrauch obsolet. Daher fordert der Datenschutzexperte eine Lösung nach kalifornischem Vorbild:
1. Unternehmen und Organisationen müssen verpflichtet werden, Datenverluste den Betroffenen und der Öffentlichkeit sofort mitzuteilen
2. Betroffene sollen leichter die Möglichkeit haben, den erlittenen Schaden in Regress zu stellen
3. Die Beweislast wird umgekehrt. Unternehmen müssen bei Datenverlusten aller Art den Nachweis erbringen, dass sie mit Kundendaten sorgsam umgehen
4. Unternehmen müssen protokollieren, welcher Mitarbeiter zu welchem Zeitpunkt auf Kundendaten zugreift. Damit lässt sich sehr wirksam die berechtigte Nutzung der Kundeninformationen vom absichtlichen Missbrauch trennen.
"Fast täglich wird über Datenklau in allen erdenklichen Varianten berichtet, die Politik hat aber offenbar die Tragweite noch nicht richtig nachvollzogen", erklärt Markus Bernhammer, Executive Vice President Central and Eastern Europe der Utimaco Safeware AG in Oberursel. "Datenklau in dieser Dimension untergräbt die informationelle Selbstbestimmung von Millionen von Bürgern."
Die technischen Möglichkeiten zu Utimacos Forderungen sind längst vorhanden. "Wird die unternehmerische Haftung bei Datenverlusten eingeführt, ändert sich die Lage sehr schnell", so Bernhammer. "Wir fordern die Politik eindringlich auf, ernsthaft und schnell zu handeln."
|  |
 |
 |
Mehr Informationen:
Website
|