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Informatik – eine innovative Branche mit Zukunft auch in der Schweiz

Does Swiss IT Matter? - Perspektiven des Informatikstandortes Schweiz

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29.09.2008 18:32:34 / newsbyteNews


Die Schweiz ist ein starker IT-Standort. Welche zentrale Bedeutung die IT für den Wirtschaftsstandort
Schweiz einnimmt, ist der Öffentlichkeit jedoch kaum bewusst. Führende
Unternehmen können ihren steigenden Personalbedarf mit einheimischen
Fachkräften nicht mehr decken und sind auf ausländische Spezialisten angewiesen.
Diese Ausgangslage und ihre Auswirkungen waren Thema der Veranstaltung „Does
Swiss IT Matter?“, welche heute in Zürich zu den Perspektiven des Informatikstandortes
Schweiz stattfand. Um die Position der Schweiz als IT-Standort zu sichern, werden
in naher Zukunft deutlich mehr hochqualifizierte Informatiker benötigt. Denn das Anforderungsprofil
der IT wird zunehmend vielschichtiger. Dies war eine der zentralen
Erkenntnisse der ausgebuchten Fachtagung, welche von der Java User Group
Schweiz zusammen mit der Credit Suisse im Jahr der Informatik – informatica08 organisiert
wurde.
Die über 120'000 Personen, die in der Schweiz heute im Informatik-Sektor beschäftigt
sind, arbeiten in einem äusserst dynamischen Umfeld. Seit vielen Jahren nehmen die
Routinetätigkeiten ab, wie aus den seit 1963 geführten Umfragen des Verbandes
SwissICT hervorgeht. An die Stelle der früheren Datentypisten und Locher sind zunehmend
Programmentwickler, Systemtechniker sowie Projektmanager und Business
Engineers getreten. Spezielle Kenntnisse der Geschäftsprozesse sowie soziale Kompetenzen
werden immer wichtiger. Entsprechend hoch sind die Löhne im Bereich Informatik,
die heute bei einem Durchschnitt von rund 120'000 Franken liegen, wie Paul
Brodmann, zuständig für die Salärumfragen beim Verband, aufzeigte.
Die Umfragen von SwissICT zeigen weiter, dass im Berufsfeld Informatik eine zunehmende
Spezialisierung feststellbar ist, und dass es für die Firmen in der Schweiz seit
2005 immer schwieriger geworden ist, hochqualifizierte IT-Fachkräfte zu finden. Den
Grund für diese Entwicklung sieht Prof. George Sheldon von der Universität Basel in
erster Linie im Platzen der sogenannten IT-Blase um die Jahrtausendwende. Nach
Meinung des Arbeitsmarktspezialisten führen solche gravierenden Entwicklungen in
einer Branche zu einem markanten Stelleneinbruch, der an Informatikberufen potenziell
Interessierte abschreckt. Mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung wirkt sich dies
deutlich auf die Anzahl der Studienbeginner aus, die sich dementsprechend entscheiden.
Insofern ist nach Sheldon die aktuell angespannte Arbeitsmarktlage im
Informatik-Bereich nicht auf ein generelles Image-Problem der Branche zurückzuführen,
sondern teilweise hausgemacht. Der Leiter der Forschungsstelle Arbeitsmarktund
Industrieökonomik der Universität Basel ist überzeugt, dass sich der Informatik-
Arbeitsmarkt nach dem Ausschlag des Pendels wieder normalisieren wird und empfiehlt,
die momentanen Lücken vorübergehend mit ausländischen Arbeitskräften zu
füllen.
Wie eine der grössten Informatikorganisationen der Schweiz auf die Herausforderungen
des Arbeitsmarktes antwortet, erläuterte Claude Honegger, Chief Information
Officer Schweiz der Credit Suisse. Die Industrialisierung und Globalisierung der Wertschöpfungskette
verlangt eine immer weitreichendere Standardisierung von Prozessen
bei gleichzeitiger Spezialisierung der damit verbundenen Funktionen. Entsprechend
nehmen die Mitarbeitenden der IT der Credit Suisse vermehrt Aufgaben mit
einem hohen Wertschöpfungsbeitrag wahr.

Weitere Informationen zum Jahr der Informatik unter www.informatica08.ch



Mehr Informationen:


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