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Sunrise: Letzte Meile: Ein wichtiger Schritt in Richtung Wettbewerb

Sunrise bewertet den heutigen Entscheid der Eidg. Kommunikationskommission, den Preis des Teilnehmeranschlusses auf CHF 18.18 für 2008 festzulegen, als einen Schritt in die richtige Richtung.

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24.09.2008 16:01:31 / newsbyteNews


Sunrise treibt die Entbündelung der Letzten Meile mit voller Kraft voran.



Die Kommunikationskommission (ComCom) hat 18 Monate nach der Öffnung der Letzten Meile durch den Gesetzgeber einen wichtigen Preisentscheid zur Teilnehmeranschlussleitung gefällt. Der festgesetzte Preis liegt nach dem Entscheid des Regulators zwar immer noch über dem europäischen Durchschnitt aber immerhin deutlich unter den Forderungen der Swisscom. Diese verlangte – von CHF 31.- ausgehend – zuletzt CHF 23.50 pro Monat und Leitung von den Mitbewerbern.



Der Preisentscheid bestärkt Sunrise an der Investitionspolitik festzuhalten und weiter in die Letzte Meile zu investieren. Die Investitionstätigkeit von Sunrise wurde beschleunigt: Statt der geplanten 120 Ortszentralen hat Sunrise deren 153 bei Swisscom bestellt. Die Zentralen werden mit eigener Infrastruktur ausgerüstet und mit Glasfasern erschlossen. Bis Ende 2010 werden 80% der Haushalte die volle Wahlfreiheit haben und Sunrise als umfassende Alternative zu Swisscom wählen können.



Swisscom Preis der Teilnehmeranschlussleitung überhöht

Sunrise anerkennt, dass die ComCom gegen allen Widerstand der ehemaligen Monopolistin einen wegweisenden Entscheid zum Preis des Teilnehmeranschlusses in Richtung fairen Wettbewerb getroffen hat. Der Entscheid zeigt einmal mehr, dass Swisscom durch Fehlkalkulationen versucht, überhöhte Preise zu erzielen. Die erfolgreichen Klagen der Wettbewerber bei der ComCom werden zum Nutzen der Konsumenten sinkende Preise ermöglichen.



Weitere Liberalisierungsschritte notwendig

Dass das geltende Fernmeldegesetz zu wenig Handhabe für die Gewährleistung eines Wettbewerbs mit gleichlangen Spiessen bietet, haben ComCom, WEKO und Preisüberwacher an Ihrer gemeinsamen Medienkonferenz vom 28. August 2008 aufgezeigt und eine Teilrevision des Fernmeldegesetzes gefordert. Griffigere Instrumente sollen den Behörden bereits bei Vorliegen von Verdachtsmomenten über den Marktmissbrauch des marktbeherrschenden Unternehmens das Eingreifen bei der Festsetzung von Preisen ermöglichen.



Aus Sicht von Sunrise ist bedauerlich, dass die ComCom der Empfehlung des Preisüberwachers bezüglich der Berechnungsmethode zur Preisfindung nicht gefolgt ist. Auf Grund der Überbewertung der grossteils abgeschriebenen Infrastruktur kann Swisscom nach wie vor Kosten geltend machen, welche ihr in Realität nicht anfallen, und diese auf die Wettbewerber überwälzen. Gleichzeitig greift Swisscom selbst zu den tiefen effektiven Kosten auf ihr Netz zu. Diese stossende Situation führt zu einer gesetzwidrigen Diskriminierung der Konkurrenz mit nachhaltig schädigenden Folgen für die Volkswirtschaft. Parallelen zu der im Strommarkt preistreibenden Bewertungsregelung der Netze sind offensichtlich. In diesem Punkt besteht weiterhin politischer Handlungsbedarf. Entscheidend wird nun sein, mit weiteren Liberalisierungsschritten die Lücken des Fernmeldegesetzes in Richtung funktionierenden Wettbewerb zu schliessen.



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