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10.07.2008 08:24:21 / newsbyteNews |
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Die Mobiltelefonie boomt weiter: Erstmals gibt es in der Schweiz mehr
Abonnements als Einwohner. Doch die Tarife liegen immer noch deutlich
über jenen in der EU. Im Gegensatz dazu ist das Telefonieren im
Festnetz hierzulande äusserst günstig.
4,2 Prozent mehr Handy-Abonnements als Einwohner habe es im Oktober
2007 in der Schweiz gegeben, sagte Philipp Metzger, Leiter der
Abteilung Telecomdienste im Bundesamt für Kommunikation, in Biel an
der Jahresmedienkonferenz des Bundesamtes.
Damit stieg die so genannte Marktdurchdringung von 86,7 Prozent im
Jahr 2004 auf 104,2 Prozent. Nach wie vor ist das Handy in der Schweiz
aber ein "Zweitgerät": Nur etwa 7 Prozent der Besitzer gaben letztes
Jahr in einer Umfrage an, keinen Festnetzanschluss mehr zu besitzen.
Im übrigen Europa sind Handys weitaus verbreiteter: Die
durchschnittliche EU-Marktdurchdringung lag 2007 knapp 8 Prozentpunkte
höher als in der Schweiz. Dem war nicht immer so: 2004 waren es noch
rund 2 Prozentpunkte weniger als in der Schweiz gewesen.
Inzwischen hat die EU jedoch kräftig aufgeholt. Einzelne Länder
weisen gar schwindelerregend hohe Handyraten auf. In Italien,
Luxemburg und den baltischen Staaten als Spitzenreiter gibt es
zwischen 40 und 50 Prozent mehr Abonnements als Einwohner.
In der Schweiz ist der anhaltende Vormarsch der Handys jedoch nicht
mit tieferen Tarifen einhergegangen. Die monatlichen Kosten für ein
Handy-Abonnement mit mittlerem Nutzungsbedarf liegen im Durchschnitt
23 Franken über jenen in der EU.
Sehr wettbewerbsfähig sei die Schweiz dagegen in der
Festnetz-Telefonie, sagte Metzger weiter. Mit Ausnahme der Preise für
Ortsgespräche lägen die Tarife etwa im Bereich des europäischen
Durchschnitts oder darunter. Äusserst günstig sind Auslandgespräche.
Nur der ursprüngliche Monopolist in Zypern kann noch tiefere Preise bieten.
Weit verbreitet sind in der Schweiz Breitband-Anschlüsse fürs
Internet: 2007 verfügte 30,5 Prozent der Bevölkerung über einen
solchen. Lediglich in Schweden, Finnland, Dänemark und den
Niederlanden waren es noch mehr.
(Bakom)
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