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G DATA: Malware-Sintflut bricht 2008 alle Rekorde

Bereits nach drei Monaten mehr Schädlinge als im gesamten Vorjahr

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Datum: 

03.07.2008 07:04:56 / newsbyteNews


Die Malware-Industrie hat ordentlich aufgerüstet und überschwemmt
das Internet seit Jahresbeginn mit einer Malware-Flut biblischen
Ausmaßes. Täglich brechen auf Windows-Anwender 1.500 neue Schädlinge
herein. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres
registrierten die G DATA Security Labs mehr als 318.000 neue
Malware-Kreationen - mehr Schadcode als im gesamten Rekordjahr 2007.
Bei einer gleichbleibend hohen Zuwachsrate, würde dies bis Ende 2008
einen Anstieg um nahezu 500 Prozent bedeuten. Entwarnung hingegen für Besitzer von Smartphones. Die prognostizierte Gefahr für diese Geräte hat sich als Marketing-Luftblase herausgestellt. Im gleichen Zeitraum tauchten lediglich 41 neue Viren auf. Online-Kriminelle betrachten
Smartphones weiterhin nicht als lukrative Einnahmequellen.

Die weltweite Vernetzung der Online-Kriminellen trägt 2008 ihre
bedrohlichen Früchte. Im G DATA Malware Halbjahresbericht 2008 gibt
der Bochumer IT-Securtiy-Spezialist Einblicke in die aktuellen
Gefahren für PC-Anwender.

++ Die explosionsartige Vermehrung von Schadcode hat Ralf
Benzmüller, Leiter der G DATA Security Labs, nicht überrascht:
"Online-Kriminalität ist zu einem industriellen Komplex
herangewachsen, der sich an marktpolitischen Gesichtspunkten
orientiert. So wie im produzierenden Gewerbe, sind arbeitsteilige
Prozesse bei Online-Kriminellen gang und gäbe. Das Ergebnis sind
hochleistungsfähige eCrime-Unternehmen, die Schadprogramme wie am
Fließband produzieren können. Mit einer Abnahme der zur Zeit
anhaltenden Malware-Flut rechnen wir daher nicht. Der Wettkampf
zwischen Online-Kriminellen und Antiviren-Herstellern hat in
ungeahnter Weise an Schärfe zugenommen. 2008 hat bereits jetzt alle
bisherigen Rekorde gebrochen und ein weiteres unerfreuliches Kapitel
in der Geschichte des Internets geschrieben."

++ Kriegsgebiet Internet: Angreifen - Infizieren - Ausrauben

Die Bedrohung durch präparierte Webseiten hat deutlich zugenommen. Die von G DATA 2007 prognostizierte Verlagerung von Schadcode ins
Internet ist längst Realität. Die Täter nutzen bei diesem Konzept
Sicherheitslücken im Browser oder Web-Applikationen, wie z. B. Flash
oder Adobe Reader. Entgegen landläufigen Vermutungen sind die meisten infizierten Webseiten selten in den "Rotlichtbezirken" des Internets
zu finden, sondern liegen auf populären Webservern.

Die Mehrzahl der neuen Schädlinge sind auf den Diebstahl von
Anwender-Daten spezialisiert, wie z. B. Online-Banking-Daten,
Kreditkarten-Informationen oder Zugangsdaten zu Online-Spielen. Durch Backdoors, die Hintertüren installieren, gelingt es den Angreifern,
die komplette Kontrolle über den Rechner zu übernehmen und weiteren
Schadcode einzupflegen bzw. den PC als Zombie in Botnetze
einzubinden. Es ist daher nicht verwunderlich, dass diese
Schadcode-Typen unangefochten die Top Five mit 75.027 Neuzugängen
anführen.

++ Malware Top Five Januar bis Juni 2008
Backdoors: 75.027 (N) - 23,6 %
Downloader/ Dropper: 64.482 (N) - 20,3 %
Spyware: 58.872 (N) - 18,5 %
Trojan. Pferde: 52.087 (N) - 16,4 %
Adware: 32.068 (N) - 10,1 %
[N=Neuzugänge]

Detaillierte Informationen, Zahlen und weitere Trends finden Sie
im G DATA Halbjahresbericht 2008 (als PDF auf www.gdata ).



Mehr Informationen:


Website






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