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BVSI-Info: Mediation im Aufwind - Neue Rechtskultur etabliert sich

Seit nunmehr einem Jahr besteht die BVSI-Mediationsstelle. Sie unterstützt Freiberufler, Agenturen und Vermittler, die bei Streitigkeiten im Projekt eine außergerichtliche Lösung suchen.

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Datum: 

07.05.2008 08:56:34 / newsbyteNews


BVSI-Mediationsstelle auf dem richtigen Weg

In Deutschland gibt es bisher noch keine gesetzlichen Bestimmungen zur Mediation. Doch nun hat Bundesjustizministerin Brigitte Zypries eine Expertengruppe einberufen, die den Bedarf und die Inhalte für Regelungen zur Mediation prüfen soll – insbesondere, wenn es um grenzüberschreitende und innerstaatliche Konflikte geht. Der Expertengruppe gehören namhafte Vertreter der Wissenschaft und berufsständischer Verbände sowie Vertreter der Länder an.

Vorteile der Mediation
„Im Vergleich zu einem Gerichtsverfahren bietet die Mediation in vielen Fällen Vorteile: Die Parteien versuchen mit Hilfe eines Mediators, von ihnen selbst entwickelte Lösungen zu finden, die ihre Zukunftsvorstellungen berücksichtigen und für beide Seiten gewinnbringend sind. Auf diese Weise können persönliche und geschäftliche Beziehungen erhalten oder auf eine neue Basis gestellt werden. Außerdem können emotionale Belastungen verringert und betriebliche Kosten eingespart werden“, sagte Zypries.

Diese Ansicht wird von Dr. Benno Grunewald, BVSI-Justitiar und Fachanwalt mit den Schwerpunkten Mediation, insbesondere für IT-Berufe, bestätigt. „Mit einer Mediation ist es möglich, Konflikte schnell, kostengünstig und nachhaltig zu lösen“, weiß Dr. Benno Grunewald aus Erfahrung. Während vor Gericht oft bestimmte Gutachten zeitaufwendig eingeholt werden müssen und sich das ganze Verfahren über mehrere Instanzen hinziehen kann, trifft das auf die Mediation nicht zu. Deshalb spart ein Mediationsverfahren auch Kosten: zum Beispiel, wenn im Falle eines Gerichtsverfahrens die Produktion bis zum Abschluss blockiert wäre, was bei Lizenz- oder Urheberstreitigkeiten durchaus geschehen kann. Ein weiterer Vorteil sind die geringeren Anwaltskosten, denn bei der Mediation ist nur der unparteiische Mediator zu bezahlen.

BVSI-Mediationsstelle
Der Berufsverband Selbständige in der Informatik setzt sich bei Projektstreitigkeiten für außergerichtliche Lösungen ein und hat deshalb im vergangenen Jahr eine Mediationsstelle speziell für Konflikte im IT-Umfeld ins Leben gerufen. An diese Institution können sich IT-Freiberufler, Agenturen und Vermittler wenden, wenn sie eine Auseinandersetzung im Projekt auf dem Konsensweg lösen möchten. Als zuständiger Mediator ist Rechtsanwalt Dr. Benno Grunewald tätig. Dr. Grunewald ist ein bei der Deutschen Anwalts-Akademie (DAA) zertifizierter Mediator und bekannter Anwalt für IT-Recht. Aus seiner langjährigen Erfahrung ist Mediation eine echte Alternative zum gängigen Gerichtsverfahren.
Neue Rechtskultur schaffen
„Ich bin davon überzeugt, dass die Parteien in unserer Zivilgesellschaft ihre Konflikte auch ohne Inanspruchnahme der Gerichte eigenverantwortlich beilegen können. Diese Rechtskultur will ich weiterentwickeln. Die von mir einberufene Expertengruppe wird dazu einen wertvollen Beitrag leisten“, erklärte Zypries.

Die ersten Schritte hin zur Mediation
IT-Freiberufler und Unternehmen, die eine Streitigkeit außergerichtlich beilegen möchten, können sich an die BVSI-Mediationsstelle wenden. Der erste Schritt zur Mediation ist getan, wenn einer oder auch beide Konfliktpartner den ausgefüllten Antrag zur Mediation an die BVSI-Mediationsstelle senden.



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