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Datum: |
06.05.2008 10:56:58 / newsbyteNews |
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Terry Quigley, Head of Financial Services bei COLT, schätzt, dass rund 45 Prozent des Aktien-, Devisen- und Obligationenhandels in den nächsten zwei Jahren automatisiert werden. Die Weiterentwicklung dieser Technologien ist für den Sektor mit beträchtlichen Kosten verbunden, was inzwischen auch traditionelle Legacy-Systeme und
-Infrastrukturen belastet. Aber moderne Kommunikationsnetze sind eine entscheidende Voraussetzung für die effiziente Bereitstellung von Finanzdienstleistungen und deshalb heute unverzichtbar.
Gemäss einer Aussage des Beratungs- und Analyseunternehmens Towergroup aus dem Februar 2008 steht aktuell eine grössere Konsolidierung der weltweiten Börsenplätze bevor, die dazu führen wird, dass der Markt bis 2012 von fünf “globalen Zentren“ dominiert werden wird. Im Zuge dieser Entwicklung ist auf dem Finanzdienstleistungsmarkt damit zu rechnen, dass die wichtigsten Märkte so miteinander vernetzt werden, dass ein weltweit reibungsloser Handel möglich ist. Im globalen Rahmen ist davon auszugehen, dass auch umfassendere Dienstleistungen wie zum Beispiel neue Datenprodukte und Handelssoftwarelösungen sowie private Wertpapiere in allen Märkten erhältlich sein werden. Die Realisierung dieser Vision erfordert aber nicht nur eine bedeutende Zunahme der automatischen Handelsabwicklung, sondern auch eine robuste, IT-gestützte Handelsinfrastruktur, die neue Softwarelösungen und Dienstleistungsangebote mit ultraschnellen Netzwerkverbindungen kombiniert.
Schon sehr bald dürften Finanztransaktionen über sogenannte Grid-Computing-Modelle abgewickelt werden, die bei der Derivate-Kalkulation bereits mit einigem Erfolg eingesetzt werden. Die Börsen werden ihren Wertpapierhandel über Software als Dienstleistung (Software as a Service – SaaS) abwickeln und sich auf gemanagte Rechencenter-Services verlassen, um weltweite Gesetze und Vorschriften effizient einhalten zu können. Grid Engines erfüllen die in sie gesetzte Erwartung, nicht ausgelastete Ressourcen zu erschliessen und gleichzeitig jenes Mass an Beweglichkeit zu bieten, das erforderlich ist, um Prozesse an sich kontinuierlich verändernde Geschäftsbedürfnisse anpassen zu können. Der Erfolg bei Derivaten hat allerdings auch seinen Preis. Die Handelsanforderungen setzen ein immer höheres Mass an Genauigkeit voraus, aber da sich die Abwicklung ebenfalls zusehends beschleunigt, ist es schwierig, Netzwerke so aufzubauen, dass sie mit der Entwicklung Schritt halten können.
Die Netzwerkintegration wird bei der Konsolidierung der Finanzplätze eine Schlüsselrolle spielen, damit eine integrierte Handelsplattform für verschiedene Märkte noch schneller unterstützt werden kann.
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