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26.10.2007 14:38:18 / newsbyteNews |
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Lange hat es gedauert, schon im August 2006 hatte Apple sein neues Betriebssystem MacOS X 10.5 alias "Leopard" erstmals gezeigt. Nun liefert Apple Leopard aus, das zahlreiche Neuerungen mitbringt. Dazu zählt die "Time Machine" für automatisierte Backups und Rückkehr zu alten Versionen einer Datei, Unterstützung für 64-Bit-Applikationen, Boot Camp, um Windows auf Intel-Macs zu nutzen, "Quick Look" alias "Übersicht" als universeller Dateibetrachter, der es zusammen mit "Cover Flow" erlaubt, durch unterschiedliche Dateien zu blättern, und virtuelle Desktops alias "Spaces".
Automatische Backups mit "Time Machine"
Eine der zentralen Neuerungen von Leopard ist Apples "Time Machine". Einmal eingerichtet, sorgt die Software für automatisierte Backups auf einer USB-Festplatte und integriert diese auf geschickte Art und Weise in das Gesamtsystem. So lassen sich mit einem Klick ältere Versionen einer Datei anzeigen und durchblättern oder in den Backups schlummernde Inhalte gezielt mit Spotlight suchen. Auch in andere Applikationen lässt sich Time Machine integrieren. Apple will Nutzern das Anlegen ständiger Backups abnehmen, da diese das Thema oft ohnehin ignorieren.
Boot Camp nun Bestandteil von MacOS X
Zudem hält Boot Camp, das bisher nur als Beta-Version einzeln zu haben war, offiziell Einzug in MacOS X. Damit lässt sich Windows auf Intel-Macs installieren und es liegen auch Treiber für die in den Apple-Systemen integrierte Hardware bei. Einzeln wird Boot Camp nicht mehr angeboten, die Beta-Phase ist offiziell beendet, Updates gibt es nur noch für Leopard. Bestehende Windows-Installationen lassen sich aber auch weiterhin booten.
System auf Multi-Core-Prozessoren optimiert
Ganz allgemein soll MacOS X 10.5 stärker von Multi-Core-Prozessoren profitieren, da der Scheduler des Betriebssystems darauf getrimmt ist, Aufgaben auf mehrere Prozessoren und Prozessorkerne zu verteilen, so Apple. Zudem hat Apple nach eigenen Angaben bei einigen mitgelieferten Applikationen in dieser Hinsicht Hand angelegt und auch die Programmierschnittstelle Cocoa besser dafür gerüstet. Entwickler sollen sich so nicht um Threading und Locking kümmern müssen, wenn sie die neue NSOperationQueue nutzen.
Zum besseren Profiling von Applikationen hat Apple DTrace in den Darwin-Kernel von MacOS X 10.5 integriert, das von Sun als Open Source entwickelt wurde. Für einen maximalen Netzwerk-Durchsatz soll eine automatische Anpassung der Puffergrößen sorgen. In Sachen Sicherheit wartet Leopard mit der Möglichkeit auf, verschlüsselte Festplatten-Images (unter anderem AES 256 Bit) zu erstellen. Zudem wurde der VPN-Client überarbeitet, der nun mit mehr Gegenstellen zurande kommen soll. Zudem können Applikationen in einer "Sandbox" ausgeführt und geregelt werden, auf welche Dateien und andere Ressourcen wie das Netzwerk zugreifen können. Bonjour und der Spotlight-Indexer laufen von Hause aus in einer solchen abgeriegelten Umgebung.
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