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18.09.2007 07:29:02 / newsbyteNews |
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Phishing-Webseiten sind in Deutschland um fast ein Drittel zurückgegangen. Das zeigt die zwölfte Ausgabe des Internetsicherheitsreports von Symantec, der alle sechs Monate erscheint und auch diesmal wieder einen gesonderten Report zur Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten, Afrika) umfasst. Die positive Nachricht wird allerdings durch die Tatsache getrübt, dass Angreifer über neue professionelle Angriffs-Tools verfügen. Diese ermöglichen, dass sie - auch ohne perfekte Betrugsseiten zu gestalten - in den Besitz vertraulicher Daten der Anwender kommen können. Bereits 65 Prozent der weltweiten Top-50 Schädlinge zielen auf Identitätsdiebstahl ab. Damit lässt sich Geld verdienen: so wird beispielsweise das Trojaner-Toolkit MPack für 1.000 Dollar auf Untergrundservern gehandelt. Der Professionalisierung und Kommerzialisierung einer mittlerweile milliardenschweren Schattenwirtschaft stehen viele Anwender unbedarft gegenüber: Allein in Deutschland stehen 23 Prozent der Bot-infizierten Computer in Europa.
Wie auch schon im Vorberichtszeitraum richten sich die Angriffe fast ausschliesslich (99,4 Prozent bezogen auf EMEA, 95 Prozent
weltweit) gegen Endanwender, von deren teilweise lückenhafter technischer Absicherung, aber auch Unbedarftheit die Angreifer zu profitieren hoffen. "Viele Anwender verwalten vertrauliche Informationen, wie beispielsweise Kontodaten, auf ihren Rechnern, was ein lukratives Ziel für die Angreifer darstellt und die finanziellen Interessen hinter den Aktivitäten unterstreicht," sagt Candid Wüest, Sicherheitsexperte bei Symantec.
Bots in Deutschland auf dem Vormarsch
In Deutschland sind 23 Prozent aller in EMEA infizierten Bot-Rechner zu finden. Der Grund für die führende Position ist in der hohen und stets wachsenden Zahl der vorhandenen Breitbandanschlüsse zu suchen. Viele neue Breitband-Nutzer sind sich der Notwendigkeit, sich gegen die Bedrohung aus dem Internet entsprechend zu schützen, noch nicht ausreichend bewusst. Weltweit liegt China mit 29 Prozent aller weltweiten Bots vorn. Unter einem Bot (Abkürzung für Robot) versteht man ein ohne Wissen des Anwenders installiertes Computerprogramm, welches Angreifern den Fernzugriff auf das System über einen Kommunikationskanal (wie beispielsweise IRC) ermöglicht. Dabei infiziert in der Regel ein Angreifer zahlreiche Rechner mit einem Bot, der diese dann zu einem Netzwerk (Botnet) verbindet. Dieses Netzwerk kann zentral von einem Command-and-Control Server aus gesteuert werden, um koordinierte Angriffe zu starten. In der Region EMEA sind ein Viertel der Command-and-Control Server in Deutschland zu finden.
Bisher wurden Bots für massenhaften Spam- und Phishing-Versand oder für Denial of Service Attacken eingesetzt, aber die erweiterten Sicherheitskonzepte der Internet Service Provider blockieren diese Aktivitäten und so wenden sich die Angreifer unauffälligeren Techniken zu, mit denen sie schneller an vertrauliche Daten gelangen können, die sie dann zu Geld machen können.
mehr:
http://www.symantec.com/de/de/about/theme.jsp?themeid=threat_report
Umfassendes Hintergrundmaterial zum Symantec Global Intelligence Network ist unter folgendem Link erhältlich: http://www.symantec.com/about/news/resources/press_kits/securityintelligence/
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