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Mittelstand unterschätzt Gefahr durch Cyberkriminalität

McAfee-Studie: Mehrheit europäischer Mittelständler „nicht besorgt“

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Datum: 

04.09.2007 10:35:05 / newsbyteNews


Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sorgen sich weniger um den Schutz vor Angriffen aus dem Internet, als es angesichts der Gefährdungslage angebracht wäre. Das ergab eine Befragung von 600 Mittelständlern in sechs europäischen Ländern, die der Sicherheitsanbieter McAfee in Auftrag gegeben hatte.

Obwohl 73 Prozent der Befragten das Internet und den ungestörten Zugang zu diesem Medium als geschäftsentscheidend bezeichnen, sind 58 Prozent von ihnen „nicht besorgt“, dass sie Opfer von Internetkriminalität werden könnten. Ebenfalls 58 Prozent sind der Meinung, sie gäben kein „lohnendes Ziel“ ab, 56 Prozent glauben, dass Kriminelle an ihnen kein Geld verdienen könnten. 47 Prozent der Befragten denken, Cyberkriminalität beträfe nur Großunternehmen, 45 Prozent verlassen sich darauf, aus mangelnder Bekanntheit nicht ins Visier von Kriminellen zu geraten.

Die Ergebnisse legen nahe, dass die IT-Verantwortlichen mittelständi­scher Unternehmen „den Kopf in den Sand stecken“, so die Autoren der Studie. „Es hat sich gezeigt, dass Internetkriminelle bei der Auswahl ihrer Opfer keinen Unterschied machen. Für sie kommt es nicht auf die Größe an”, so Jörg Kurowski, Regional Director DACH bei McAfee. „Auch Kleinstunter-nehmen haben Daten über Kunden oder Zahlungswege gespeichert, mit denen Verbrecher Missbrauch treiben können.“

Grund für die unzureichende Sicherheit der IT-Systeme mittelständischer Unternehmen ist vielfach ein Mangel an Zeit und Ressourcen. So verwen­den 28 Prozent der untersuchten KMU nur eine Stunde pro Woche für die Prävention von Angriffen auf das IT-System – und das, obwohl fast jeder fünfte Befragte (19 Prozent) zugibt, dass ein solcher Angriff seinem Unternehmen die Existenz kosten könnte. Von den 21 Prozent, die bereits angegriffen wur­den, benötigte ein Fünftel eine ganze Woche, um sich davon zu erholen.

„Unternehmen, die nur sehr wenig Zeit für den Schutz ihrer IT-Systeme haben, fahren oft besser, wenn sie damit einen Dienstleister be­auf­tragen“, kommentiert Jörg Kurowski weiter. „Wer Sicherheit als Service kauft – und damit in die Hände von Experten legt –, kann die eigene Arbeits­­kraft guten Gewissens anderweitig einsetzen. Außerdem stehen ihm dadurch mög­licherweise technische Lösungen zur Verfügung, die sonst außer­halb seiner finanziellen Möglichkeiten wären.“

Im europäischen Vergleich wenden spanische Unternehmen die meiste Zeit für präventive Maßnahmen auf. Dort verbringen 21 Prozent der be­frag­ten KMU einen Tag pro Woche mit dieser Aufgabe. Den gering­sten Auf­wand treiben die Deutschen: 45 Prozent investieren nur eine Stunde pro Woche. Von den Unternehmen, die bereits Opfer eines Angriffs geworden sind, erholen sich die spanischen am langsamsten. 50 Prozent benötigen dafür eine Woche.

Fazit: Zwar fühlen sich 90 Prozent der befragten Mittelständler in Europa „ausreichend geschützt“ vor Angriffen auf ihre IT-Systeme, doch wähnen sie sich dabei zum Teil in trügerischer Sicherheit. Das zeigt sich auch daran, dass mehr als ein Drittel von ihnen (36 Prozent) die Standardeinstellungen ihrer Systeme unverändert übernehmen (50 Prozent in Spanien, in Deutsch­land immerhin noch 20 Prozent).

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.mcafee.com



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