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01.08.2007 19:03:58 / newsbyteNews |
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Verbieten ist sicher nicht der richtige Weg, um seine Kinder vor Gewalt- und Porno-Darstellungen im Handy zu schützen, meint Sandra Ostermann, Medienreferentin beim Deutschen Kinderhilfswerk: „Was hier zählt, ist Aufklärungsarbeit. Eltern und Kinder müssen in Kommunikation miteinander treten. So müssen die Erziehungsberechtigten den Kindern klar machen, dass sie sich mit dem Besitz solcher Videos strafbar machen können. Andererseits darf man das Handy nicht generell als große Gefahr darstellen, wie in den Medien zum Teil geschehen.“
Die Expertin empfiehlt, sich das Wissen der Kinder zu Nutze zu machen. „Kinder lernen unheimlich schnell den technischen Umgang mit den neuen Geräten. Wir sagen den Eltern immer: Sprecht eure Kinder an – was habt ihr eigentlich auf Eurem Handy, wie funktioniert das? Dies ist ein großer Anreiz für die Kids zu sagen: Mensch, jetzt kann ich auch meinen Eltern mal etwas erklären.“
Handy-Angebote für Kinder und Jugendliche stellen sich der Problematik. Sie bieten Möglichkeiten, die Kosten zu begrenzen und das Überspielen von Videos und sonstigen Darstellungen zu unterbinden.
So bringt Kandy Mobile pünktlich zum Schulanfang ein Handy für Sechs- bis Zwölfjährige auf den Markt – mit MP3-Player und Spielen, aber ohne Kommunikationsschnittstellen für die drahtlose Übertragung von Bildern, Videos und Ähnlichem. Über Netzortung lässt sich das Handy lokalisieren. Statt Zifferntastatur gibt es drei individuell belegbare Schnelltasten und eine Notruftaste. Mit dem Gerät kann der Nachwuchs im Netz von E-Plus telefonieren und SMS schreiben. Wichtig: Die Eltern legen fest, wer in die Kontaktliste aufgenommen wird und von welchen Rufnummern aus das Kind auf dem Handy erreichbar ist. Die Verwaltung der Kontakte läuft am PC über das Webportal des Anbieters.
Auch das i-Kids-Handy wurde vom Mobilfunk-Discounter Simyo in Kooperation mit der Björn-Steiger-Stiftung speziell für Kinder entwickelt. Anrufe und SMS lassen sich damit jederzeit und unbegrenzt empfangen. Für ausgewählte Rufnummern stehen vier Schnelltasten zur Verfügung. Ein SOS-Knopf verständigt im Notfall die gespeicherten Kontakte, andernfalls wird die Servicezentrale der Stiftung benachrichtigt. Der Dienst der Björn-Steiger-Stiftung schlägt mit monatlich 9,90 Euro zu Buche – hinzu kommen die Simyo-Mobilfunkgebühren.
Das MOTOFONE F3 von Motorola dürfte vom Coolness-Faktor her bei den Kids ganz vorne landen. Es ist schick, extrem dünn und sieht gar nicht nach Kinder-Handy aus. Das Gerät besitzt keinerlei Schnittstellen, jugendgefährdende Inhalte können also nicht aufs Handy gelangen. Weiterer Vorteil: In Verbindung mit einer Prepaid-Karte ist das Handy besonders günstig zu haben. Allerdings bietet das Gerät weder Ortung, noch SOS-Taste oder Spiele.
Um die Kostenfalle zu umgehen, empfiehlt das Deutsche Kinderhilfswerk den Eltern, ein Prepaid-Handy zu kaufen. Sandra Ostermann: „Ist kein Guthaben mehr auf der Karte, können die Kinder zwar nicht mehr telefonieren, sind aber noch erreichbar.“
Prepaid-Karten gibt’s mit Guthaben zwischen 5 und 50 Euro. Allerdings sind hier die Minutenpreise in der Regel relativ hoch. Günstigere Gesprächsminuten bieten die Discounter. Beispiel Simyo: Das Konto kann in 15-Euro-Schritten aufgeladen werden, eine Gesprächsminute kostet 15 Cent.
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