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29.05.2007 17:37:33 / newsbyteNews |
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Mit Tradefarm.ch ging im März 2007 eine neue Tauschplattform für Computergames, DVDs, Musik-CDs und Bücher online. Sie ist das ehrgeizige Produkt zweier junger Macher, die ihre Tauschbörse vorwiegend in Fronarbeit auf die Beine gestellt haben. Echtes Geld fliesst bei Tradefarm keines, denn bezahlt wird ausschliesslich mit der virtuellen Währung „Animals“. Jedes neue Mitglied erhält ein Startguthaben im Wert von zwanzig Franken. Damit können ein bis zwei Artikel erworben werden. Und weil die Plattform sich an Nutzer ab 14 Jahren richtet, überprüfen die Betreiber sämtliche Angebote auf Jugendfreiheit, bevor sie sie definitiv freigeschalten. Finanziert werden soll die Seite ausschliesslich über Werbung und über die Unterstützung weniger ausgewählter Sponsoren. Sie garantieren, dass sämtliche Artikel auf Tradefarm auch auf lange Sicht kostenlos getauscht werden können.
Einige Monate Planung, Entwicklung und Tests waren notwendig, bevor die beiden jungen Macher, der Grafiker und Freelancer Beni Brennwald (22), und der Architekturstudent Mischa Winkler (23), der sein Studium am GreenRiver College in Auburn, USA, absolviert, ihre eigenentwickelte Online-Tauschbörse aufschalten konnten. Ende März 2007 war es soweit: Die Betaphase war abgeschlossen, und eine Internet-Tauschbörse mit mehreren Produktesparten konnte aufgeschaltet werden. In den ersten beiden Monaten wuchs Tradefarm.ch zu einer ansehnlichen Community von über 1000 Mitgliedern heran, allein durch Mund-zu-Mund-Propaganda. Und schon lancierte der Auslandschweizer Winkler mit tradefarm.org einen Ableger in den USA. „In der Schweiz sind wir allerdings in einer kritischen Phase angelangt“, lautet die Einschätzung von Beni Brennwald, „denn nur wenn wir schnell weiterwachsen, bleibt das Tauschangebot für die User attraktiv.“ Angst vor der Konkurrenz hat Brennwald allerdings nicht. Denn Tradefarm ist nicht als kommerzielles Angebot gedacht, sondern als sinnvolle Ausschöpfung der Netzwerkmöglichkeiten, die das Medium Internet bietet. Weil das ausgeklügelte Tauschsystem von den beiden Initiatoren mit viel Herzblut grösstenteils im Nebenamt entwickelt wurde, kann die Plattform dank bescheidener Unterhaltskosten und schlanker Strukturen auch langfristig kostenlos bleiben. Um den Weiterausbau und die laufenden Unterhaltskosten finanzieren zu können, streben die Betreiber neben der Gewinnung von Werbepartnern die Unterstützung durch einige wenige Sponsoren an.
So bleibt die Plattform ein ideelles Projekt. Sie richtet sich an User ab 14 Jahren. Extrem gewaltverherrlichende, pornografische oder anderweitig diskriminierende Inhalte sollen deshalb von der Tauschbörse verbannt werden. Manuell erfasste Spiele und DVDs werden innerhalb von 24 Stunden auf Inhalt und Jugendfreiheit geprüft und erst anschliessend zum Tausch freigeschaltet.
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