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25.05.2007 09:17:46 / newsbyteNews |
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Die Schweizer Informatik Dienstleistungsunternehmen Abraxas und Bedag haben eine weitgehende Zusammenarbeit beschlossen. Die beiden Verwaltungsräte haben eine entsprechende Absichtserklärung unterschrieben, die vorsieht, eine gemeinsame Tochtergesellschaft zu gründen. Es ist beabsichtigt, dass diese am 1. Januar 2008 ihr operatives Geschäft aufnehmen wird. Die geplante Zusammenarbeit erfordert noch die Prüfung und das Einvernehmen der Eigentümerkantone Bern, St. Gallen und Zürich.
In der Tochter sollen vorerst die Rechenzentrumsdienstleistungen und die Desktop-Services - der Support vor Ort - sowie die in diesen Bereichen tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zusammengefasst werden. Ziel der Kooperation ist es, die gemeinsame Position im Markt der öffentlichen Verwaltungen zu stärken und damit Synergiegewinne zu realisieren.
Die Voraussetzungen für eine Zusammenarbeit der beiden Unternehmen sind ideal. Beide Firmen befinden sich im Eigentum von Kantonen, erbringen umfassende Informatik-Dienstleistungen für öffentliche Verwaltungen und verwaltungsnahe Betriebe und haben ungefähr die gleiche Grösse. Die Berner Bedag beschäftigt in Bern und Lausanne rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Abraxas, welche den Kantonen Zürich und St. Gallen gehört, rund 300. Mit ihren grossen Hauptkunden, den bevölkerungs- und flächenstarken Kantonen Bern, St.
Gallen, Zürich und Waadt, decken sie rund 40 Prozent des kantonalen öffentlichen Informatik-Marktes ab.
Zentrale Produktion, dezentrale Betreuung
Den grössten Nutzen einer Zusammenarbeit sehen beide Firmen in der Zentralisierung der Informatik-Betriebsdienstleistungen in einem eigenen hochsicheren Rechenzentrum am Standort Bern. Die Tochter wird vor allem die Maschinen und Infrastrukturen zentralisieren, um damit gegenüber den Kunden die Kostenführerschaft behaupten und die aus den gebündelten Ressourcen gewonnenen Synergien nutzen zu können. Die eigentlichen Dienstleistungen aber werden weiterhin nahe bei den bestehenden Kunden und damit dezentral erbracht. Für die Erbringung der Informatik-Dienstleistungen, insbesondere in den Bereichen Desktop-Services, Application Management und System-Integration, werden die bisherigen vier Standorte der beiden Unternehmen erhalten, um den Kunden das ganze Spektrum an Dienstleistungen im Informatik-Bereich anbieten zu können. Dank der Grösse der neuen Unternehmensorganisation können diese von genau auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen skalierten Dienstleistungen in allen Bereichen profitieren.
Arbeitsplätze werden erhalten
Die Zusammenarbeit zwischen Abraxas und Bedag sieht vor, dass in erster Linie die je rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rechenzentrums-Dienstleistungen, der Desktop-Services sowie gewisser Stabsdienste in die Tochtergesellschaft überführt werden. Das Beispiel der Integration der waadtländischen Informatik-Dienste in die Berner Bedag hat gezeigt, dass eine solche Lösung mit der Zentralisierung der Infrastrukturen und einer dezentralen Erbringung der Dienstleistungen nicht nur technisch machbar, sondern auch für die Personalentwicklung vorteilhaft ist. Auch die Zusammenarbeit der Kantone Zürich und St. Gallen in der Firma Abraxas hat sich auf die Entwicklung der Arbeitsplätze bisher nur positiv ausgewirkt. Es ist abzusehen, dass in den vier dezentralen Kompetenzzentren der Tochtergesellschaft zahlreiche neue und darunter besonders hoch qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen werden können.
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