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Das 'Dreckige Dutzend': Spam-Versand über SMS nimmt zu

Über ein Drittel aller Spam-Mails stammt aus Europa - Verbreitung von Aktienkurstreibereien per E-Mail nimmt zu - immer mehr SMS-Spam-Mails im Umlauf

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12.04.2007 07:49:26 / newsbyteNews


Der Computersicherheits-Spezialist Sophos hat die zwölf Länder ermittelt, aus denen zwischen Januar und März 2007 die meisten Spam-Mails versendet wurden. Rund ein Fünftel aller unerwünschten Massen-E-Mails stammten aus den USA, die damit die Rangliste im ersten Quartal des Jahres erneut anführen. Auf den folgenden Plätzen befinden sich China sowie der Neueinsteiger Polen, der mit einem Anteil von 7,4 Prozent die Hitliste stürmte und auf Platz drei landete. Erstmals unter den zwölf aktivsten Ländern beim Spam-Versand landete im ersten Quartal 2007 auch Indien. Die Zahl der aus Deutschland versendeten Spam-Mails nahm ihm Vergleich zum Vorjahr um mehr als zwei Prozentpunkte zu - mit einem Anteil von 3,7 Prozent landete Deutschland damit auf Platz sieben. Weniger aktiv beim Versand unerwünschter Massen-E-Mails zeigten sich die Schweiz - mit einem Anteil von 0,32 Prozent auf Platz 37 - und Österreich, das mit einem Anteil von 0,26 Prozent auf Platz 43 landete. Vor allem Österreich - Ende 2005 noch unter den Top 12 - konnte die Spam-Verbreitung deutlich reduzieren. Insgesamt nahm die weltweite Verbreitung an unerwünschten Massen-E-Mails im Vergleich zum ersten Quartal 2006 um 4,2 Prozent zu. Mehr als ein Drittel aller weltweit verbreiteten Spam-Mails stammen mittlerweile aus Europa. Besonders stark verbreitet sind inzwischen Aktienkurstreibereien per E-Mail, so genannte Pump-and-Dump-Kampagnen. Daneben beobachten die Experten der SophosLabs, der weltweiten Forschungszentren von Sophos, eine wachsende Verbreitung von Spam-Mails per SMS.
Jens Freitag, Senior Technology Consultant bei Sophos,
erläutert: 'Während die USA die Rangliste weiterhin mit deutlichem Abstand anführen, konnte China im letzten Quartal seinen Anteil am weltweiten Spam-Aufkommen deutlich reduzieren. Polen wiederum stürmte mit einem Satz auf Platz drei - und das, obwohl die Bevölkerungszahl und damit die Anzahl an Computern in Polen deutlich geringer ist als beispielsweise in Russland, Indien, China oder in den USA. Das zeigt, dass man trotz schneller wirtschaftlicher Entwicklung nicht vernachlässigen darf, Anwender im sicheren Umgang mit Computer, E-Mail und Internet zu schulen, um die Verbreitung von Spam-Mails zu reduzieren. Um zu verhindern, dass ihre Computer von Cyberkriminellen als Zombie-PCs für den Massen-Spam-Versand missbraucht werden, sollten Anwender besonders auf Sicherheitslücken in ihren Systemen achten.'

Seit vergangenem Jahr hat sich der Anteil an Spam-Mails aus Polen fast verdoppelt: So lag dieser zwischen Januar und März 2006 noch bei 3,8 Prozent.


Pump-and-Dump-Kampagnen in Europa nehmen zu

Immer beliebter bei Cyberkriminellen werden so genannte Pump-and-Dump-Kampagnen. Per E-Mail bringen sie dabei falsche Informationen über Firmenaktien in Umlauf, um so potenzielle Investoren zu ködern und den Kurswert gezielt in die Höhe zu treiben. Sobald die Betrüger ihre Anteile verkauft haben, hören sie auf, die Aktien zu bewerben. Dies führt meist dazu, dass die Kurse fallen und die Investoren letztlich ihr Geld verlieren. Im März 2007 meldete Sophos eine Pump-and-Dump-Kampagne, die sich zum ersten Mal auf eine nicht in den USA gelistete Firma bezog. Über mehrere Tage hinweg waren E-Mails im Umlauf, in denen die Empfänger aufgefordert wurden, Aktien der seit 1. März 2007 an der Frankfurter Börse notierten Stonebridge Resources Exploration Ltd zu kaufen.



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