|
Details:
Datum: |
16.02.2007 07:31:38 / newsbyteNews |
|
Für Führungskräfte des technischen Managements ist die
Industrialisierung der IT ein Thema, das nicht nur ihre eigene Rolle
verändert, sondern auch die Struktur ihrer Abteilung. Um den Wandel
zu vollziehen, steuert die Mehrheit der Befragten die Veränderung der Fertigungstiefe aktiv. So wird den Prognosen zufolge in fünf Jahren
nur noch knapp ein Fünftel der Software im eigenen Haus entwickelt
(heute 28 Prozent). Noch drastischer bei der IT Infrastruktur: hier
sinkt die Eigenleistung weiter von derzeit knapp 50 auf rund 35
Prozent. Bei Pflege und Wartung der Anwendungen nimmt dieser Wert auf rund 41 Prozent ab. Das bedeutet aber nicht, dass weniger investiert
wird: Die Budgets sinken 2007 nur in wenigen Unternehmen, viele
halten das Vorjahresniveau oder geben mehr aus (2007: mehr = 41
Prozent, gleich = 39 Prozent, weniger = 14 Prozent; 2008: mehr = 42
Prozent, gleich = 25 Prozent, weniger = 22 Prozent). Martin Bettels,
Vice President Alliances & Innovation bei Capgemini: "Durch die
vielen Pflicht-Tätigkeiten ist der Spielraum für Innovationen seitens der IT-Abteilungen inzwischen auf ein recht niedriges Mass gefallen." An der IT Trends 2007-Umfrage von Capgemini nahmen IT-Verantwortliche aus 16 Schweizerischen Unternehmen sowie Führungskräfte aus
Deutschland (67) und Österreich (24) teil, deren Unternehmen jeweils
einen Jahresumsatz von mehr als 250 Millionen Euro erwirtschaften.
Die IT-Trends werden nun im fünften Jahr erhoben und sind eine
unabhängige Studie der Management- und IT-Beratung.
Sicherheit bleibt IT-Thema Nummer eins Bei den wichtigsten Themen
steht wie vor zwölf Monaten die Sicherheit auf Platz eins. Die
IT-Leiter sehen sie vor allem durch das mangelnde Bewusstsein der
Mitarbeiter und des Managements sowie durch Angriffe von innen
gefährdet. Die Themen "Enterprise Resource Planning (ERP) und
Harmonisierung der IT-Systeme" sowie "IT-Infrastruktur und
IT-Service-Management" folgen auf den Positionen zwei und drei. Zwei
Plätze - von sechs auf vier - rückte das Thema Business Intelligence
auf, bei dem die Datenqualität im Mittelpunkt steht. Hohe Bedeutung
hat auch der Komplex "Integration und Service-orientierte
Architekturen", der zum ersten Mal gemeinsam abgefragt wurde.
Vom Dienstleister zum Business Partner "Die Industrialisierung der IT zieht weit reichende Veränderungen nach sich", so Bettels. "Die
IT-Landschaft eines Unternehmens wird immer flexibler und dient mehr
und mehr als Drehscheibe für die Kopplung von Services." Das wirkt
sich auf die Rolle des IT-Leiters aus. Nach Angaben der Befragten
sehen die meisten derzeit ihre Aufgabe darin, als Dienstleister des
Unternehmens für die reibungslose Lieferung der IT zu sorgen (79
Prozent). Die Rolle als Business Partner, der geschäftliche
Anforderungen in technische Lösungen übersetzt, nehmen heute
lediglich 53 Prozent wahr. In Zukunft werden es 92 Prozent sein, was
bedeutet, dass sich diese Tätigkeit zur Hauptaufgabe entwickelt.
Neben dem Wandel der Rolle der IT-Verantwortlichen verändert sich
auch die Erbringung der Services. Um diese Veränderungen
vorzubereiten, konzentrieren sich die meisten auf die Implementierung von Standards und die Definition der Prozesse. "Der Einführung neuer
Methoden wird derzeit zu wenig Beachtung geschenkt", warnt Martin
Bettels.
|  |
 |
 |
Mehr Informationen:
Website
|