|
Details:
Datum: |
19.12.2006 15:22:55 / newsbyteNews |
|
"TV to go" gilt als einer der interessantesten Wachstumsmärkte in
der Consumer Electronics- und Entertainment-Branche. Das aktuelle
Angebot rund um Handy-TV ist auf der kommenden CeBIT 2007 vom
15. bis 21. März zu sehen. Der Bundesverband Informationswirtschaft,
Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) schätzt, dass hierzulande
bis zum Jahr 2010 rund 20 Millionen TV-fähige Handys verkauft werden,
was einem Umsatz von sechs Milliarden Euro entspricht. Die Industrie
teilt diesen Optimismus. "Binnen der kommenden zwei Jahre entsteht
ein Massenmarkt für Mobile-TV", prognostiziert Per Nordlof, Director
of Product Strategy & Portfolio Management bei Ericsson. Nordlof
glaubt, dass schon 2008 jeder dritte europäische Handybesitzer
unterwegs Fernsehbilder konsumieren wird. In Italien hat der Mitte
des Jahres eingeführte, mobile TV-Übertragungsstandard DVB-H
(Digital Video Broadcasting - Handhelds) in wenigen Monaten mehr als 100 000
Kunden überzeugt. Auch die europäischen Pilotversuche, unter anderem
in Berlin und Bern, brachten ein überaus positives Echo. Nach einer
Untersuchung des Broadcast Mobile Convergence Forums (bmco) "Results
of Mobile TV Pilots - A Survey" bewerteten rund 80 Prozent der
befragten Testpersonen das neuartige Unterhaltungsangebot positiv.
Knapp zwei Drittel davon wären bereit, für den mobilen Fernsehspaß
eine Extragebühr zu bezahlen. "Die Studie hat bewiesen, dass sich
viele Nutzer für bekannte Fernsehprogramme auf dem Handy
interessieren", kommentiert der Geschäftsführer des bmco-Forums
Claus Sattler. Auch neue Inhalte seien gut aufgenommen worden.
In Deutschland wollen führende Medienunternehmen wie Hubert Burda
Media, die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrink und die RTL Group
spezielle Formate für mobile Endgeräte konzipieren. Während sich
Burda und Holtzbrink mit jeweils 33,3 Prozent am
Mobile-Content-Spezialisten Neva Media beteiligen, plant RTL einen
eigenen Kanal. Der kommerzielle Start der DVB-H-Technik, die von den
Mobilfunk-Carriern T-Mobile, Vodafone und O2 favorisiert wird, soll
wegen des aufwändigen Abstimmungsverfahrens mit den Bundesländern im
vierten Quartal 2007 erfolgen, die neuesten Entwicklungen in Sachen
Technik und Content werden aber schon auf der CeBIT im März zu sehen
sein.
BVDW verlangt schnelle Einführung des Handy-Fernsehens/ Runder
Tisch erzielt Konsens über Frequenzverteilung Nach Meinung von Mark
Wächter, Gesamtvorstand des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft
(BVDW), bietet Handy-TV ein sehr großes Potenzial, die Medien- und
Dienstleistungslandschaft weltweit maßgeblich zu beeinflussen.
Deutschland sei daher gehalten, schnellstmöglich die Voraussetzungen
zu schaffen, "um im internationalen Wettbewerb möglichst an erster
Stelle zu stehen". Ein Anfang wurde in der ersten Dezemberwoche
gemacht: In Hamburg beriet ein runder Tisch über die Verteilung der
DVB-H-Frequenzen. Dabei kam es nach Auskunft der Wirtschaftsbehörde
der Hansestadt zu einem Konsens zwischen Mobilfunknetzbetreibern,
Landesmedienanstalten sowie öffentlich-rechtlichen und privaten
Rundfunkveranstaltern. Damit sei der Weg für die Länder frei, das
telekommunikationsrechtliche Vergabeverfahren einzuleiten. Allerdings
könnte das Bundeskartellamt einen raschen Start verzögern: Die
Behörde prüft derzeit, ob die Mobilfunkanbieter die Sendetechnik wie
geplant gemeinsam betreiben dürfen.
|  |
 |
 |
Mehr Informationen:
Es sind keine weiterführenden Informationen zu diesem NewsEintrag verfügbar...
|