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05.12.2006 08:22:07 / newsbyteNews |
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Ganz oben auf den Weihnachts-Einkaufslisten stehen in diesem Jahr MP3-Player, Notebooks und PCs. Der Computersicherheits-Spezialist Sophos weist darauf hin: Nicht immer verfügen die neuen Geräte über die aktuellsten Sicherheitsstandards und stellen daher für die Anwender eine potenzielle Gefahr dar, Opfer krimineller Cyber-Attacken zu werden. In Acht nehmen sollten sich Computeranwender auch vor betrügerischen Spam- und Phishing-Kampagnen, bei denen Online-Ganoven versuchen, die Weihnachtsstimmung der Empfänger gezielt für ihre Zwecke zu missbrauchen. Erst kürzlich haben die Analysten der SophosLabs, der weltweiten Forschungszentren von Sophos, eine neue Spam-Masche entlarvt, bei der die Versender den Empfängern anbieten, ihren Kindern einen personalisierten Brief vom Weihnachtsmann zu schicken. Hinter der angeblichen Weihnachtsüberraschung steckt jedoch der hinterhältige Versuch, an die Kontaktdaten der Computeranwender zu gelangen.
Nie zuvor wurden so viele Geschenke über das Internet gekauft wie in diesem Jahr: Laut einer aktuellen Web-Umfrage von Sophos, an der 280 PC-Anwender teilnahmen, kaufen 71 Prozent ihre Weihnachtsgeschenke in Online-Shops. Insgesamt geht der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) in den Monaten November und Dezember von einem Umsatz von rund 4,1 Milliarden Euro aus - das sind 500 Millionen Euro mehr als im Online-Weihnachtsgeschäft 2005.
Riskante Hits auf MP3-Playern
Christoph Hardy, Security Consultant bei Sophos: 'Immer öfter liegen unter dem Weihnachtsbaum elektronische Hightech-Geräte - angefangen von PCs und Notebooks über PDAs bis hin zu MP3-Playern. Damit die erste Freude nicht gleich dem Ärger über elektronische Schädlinge, Systemschäden oder Datenverlust weicht, sollten die Beschenkten darauf achten, ihre Rechner umgehend mit aktueller Sicherheitssoftware und den neuesten Security-Patches des genutzten Betriebssystems auszustatten.'
Dass auch MP3-Player zu einer potenziellen Gefahr für die IT-Sicherheit werden können, beweist das jüngste Beispiel bei McDonalds: So musste der Fast-Food-Konzern im Oktober dieses Jahres 10.000 MP3-Spieler zurückrufen, nachdem bekannt wurde, dass die auf den Geräten gespeicherten Musik-Dateien mit einem Trojaner infiziert waren. Ursprünglich sollten die Player im Rahmen einer Gewinnspielaktion an Kunden verlost werden. Viren-infizierte MP3-Dateien können dabei nicht nur für den betreffenden Privat-Nutzer zur Gefahr werden, sondern ebenso für Unternehmen.
Christoph Hardy erläutert: 'Firmen brauchen heute die Kontrolle darüber, welche Software-Programme auf den Arbeitsplatzrechnern ausgeführt werden. So kann zum Beispiel das Herunterladen und Abspielen von Musik-Dateien über das IT-Netzwerk für Unternehmen riskant sein, da dies unter Umständen zur Überlastung der verfügbaren Bandbreite der Datennetze, der Verletzung interner Sicherheitsrichtlinien oder zu Datenverlusten führt.'
Leise rieselt der Spam
Für den Online-Weihnachtseinkauf werden meist Kreditkartennummern oder die Bankverbindung der Kunden abgefragt - das wissen auch Cyberkriminelle und versuchen, dies gezielt für ihre Zwecke auszunutzen. Besonders gefährlich sind Phishing-Attacken, die die PC-Anwender auffordern, ihre persönlichen Bankdaten, PIN- und TAN-Nummern, preiszugeben. Die betrügerischen Nachrichten sind dabei oft täuschend echt den offiziellen Benachrichtigungen von Online-Shops oder Bankinstituten nachempfunden.
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