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Siemens-Affäre weitet sich auf USA aus

SEC alarmiert: Strafzahlungen in Millionenhöhe drohen

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30.11.2006 05:28:25 / newsbyteNews


Der Korruptionsskandal bei Siemens zieht immer weitere Kreise. Nun soll auch die US-Börsenaufsicht SEC http://www.sec.gov alarmiert sein. Laut Süddeutscher Zeitung ist es nicht ausgeschlossen, dass die Behörde Ermittlungen aufnimmt. Ein offizieller Beschluss sei aber noch nicht gefallen. Sollte es zu Ermittlungen kommen, könnten Siemens Strafen in Millionenhöhe drohen. Die US-Behörde verfügt aber drastischere Sanktionsmaßnahmen als die deutschen Börsenhüter. Siemens winkt derweil ab. "Uns ist davon nichts bekannt", meint ein Siemens-Sprecher auf Anfrage von pressetext.

Bei einer möglichen Ermittlung kann sich die SEC auf den sogenannten Foreign Corrupt Practices Act (FCPA) berufen, der es US-Strafverfolgungsbehörden ermöglicht, auch gegen Bestechung von ausländischen Amtsträgern vorzugehen. Allerdings muss die Bestechung auf amerikanischem Boden stattgefunden haben, räumt die Süddeutsche Zeitung ein. Die Münchener Staatsanwaltschaft ermittelt derzeit nach eigenen Angaben gegen zwölf ehemalige und aktive teils hochrangige Siemens-Mitarbeiter. Insgesamt sollen mehr als 200 Mio. Euro veruntreut worden sein.

Die Affäre um schwarze Kassen bei dem deutschen Technologiekonzern hat unterdessen auch zu ersten personellen Konsequenzen geführt. Der Konzern habe mehrere Mitarbeiter wegen der Vorwürfe von ihren Aufgaben entbunden und vorläufig suspendiert. Wie angekündigt habe Siemens da, wo sich der Verdacht auf ungesetzliches Verhalten nach einer Prüfung durch den eigens eingerichteten Ombudsmann erhärtet hat, reagiert, heißt es aus dem Konzern gegenüber pressetext. Wie viele Mitarbeiter genau von den Maßnahmen betroffen sind, wollte Siemens nicht bekannt geben. Untersuchungen auf ungesetzliches Verhalten von Siemens-Mitarbeitern seien nicht auf die laufenden Ermittlungen im Korruptionsskandal beschränkt. (pressetext.deutschland Jörn Brien)



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