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29.11.2006 10:07:09 / newsbyteNews |
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Eine Untersuchung von Compuware zeigt: 73 Prozent der IT-Verantwortlichen europäischer Unternehmen sind immer noch besorgt über Qualität und Zuverlässigkeit von Voice over IP (VoIP). Frost & Sullivan gehen davon aus, dass VoIP im nächsten Jahr einen Anteil von etwa 75 Prozent an der weltweiten Sprachübermittlung erreichen wird. Die beiden Zahlen zeigen, dass viele Unternehmen die Kosteneinsparungen und Funktionen von VoIP schätzen, aber noch immer grosse Befürchtungen haben, was die tatsächliche Zuverlässigkeit der Technologie anbelangt. Die Studie liefert auch einen möglichen Grund für die Skepsis: 39 Prozent der Unternehmen erstellen kein Anforderungsprofil für die Performance von Anwendungen wie VoIP, bevor sie diese einsetzen. Dadurch können sie die Auswirkung der Anwendung auf das Netzwerk nicht einschätzen und die notwendige Qualität und Zuverlässigkeit sicherstellen.
Michael Allen, Global Director of Performance Solutions Compuware sagt: "Viele Leute sind überrascht darüber, dass Qualität und Zuverlässigkeit immer noch so grosse Sorgen bereiten, obwohl VoIP bei vielen Unternehmen ganz oben auf der Agenda steht. Dennoch sind die Ergebnisse der Studie nicht vollkommen überraschend. Wer die Situation genauer betrachtet erkennt, dass viele Unternehmen nicht die erforderlichen Schritte vor der Implementierung beachten. Vergleichbar wäre es, wenn jemand ein neues Auto fahren würde, bevor der Hersteller die richtige Kombination der einzelnen Komponenten geprüft und alle Sicherheitschecks abgeschlossen hat. Unternehmen müssen die Performance vor der Implementierung genau unter die Lupe nehmen, sonst können sie mögliche negative Auswirkungen aufgrund von Faktoren wie der Netzwerkstruktur und Anwendungskonflikten nicht abschätzen. Da VoIP eine kritische Anwendung ist, dürfen Unternehmen dieses Risiko jedoch nicht eingehen."
Darüber hinaus setzen Unternehmen keine zielgerichtete Strategien ein, um die Qualität von VoIP-Anrufen nach der Implementierung sicher zu stellen. Die Studie zeigt, dass nur acht Prozent der Unternehmen die einzelnen Anrufe überwachen und steuern beziehungsweise bereits darauf vorbereitet sind. Unternehmen können mittels einer Analyse der individuellen Telefonate die notwendige Einsicht in das Netzwerk und darauf laufende VoIP-Gespräche erlangen, um dadurch Qualität und Zuverlässigkeit zu verbessern. 37 Prozent der IT-Verantwortlichen verlassen sich jedoch auf das Anwender-Feedback zu zurückliegenden Ereignissen. Demnach werden Probleme erst dann adressiert, wenn sie bereits aufgetreten sind. 29 Prozent der Unternehmen testen zwar gelegentlich, verwenden aber künstliche Tests, die die Belastung im Netzwerk erhöhen. Probleme die zu ungewöhnlichen Zeiten am Tag oder in der Nacht auftreten, in denen Techniker keine Tests durchführen, können so nicht erfasst werden.
Die Studie zeigt auch, dass 72 Prozent der Unternehmen das Netzwerk nur mit einem sehr allgemeinen Ansatz überwachen, der nur die gesamte Auslastung des Netzes berücksichtigt, statt individuelles Verhalten und Auslastung jeder einzelnen Anwendung zu untersuchen. Das bedeutet, dass die Service-Qualität von VoIP sogar dann sinken kann, wenn das Unternehmen einen Class of Service innerhalb eines MPLS-Netzwerks zugewiesen hat. Grund ist der fehlende Einblick der IT-Abteilung in die Anwendungs-Performance.
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