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Nicht die herkömmliche Cluster-Technologie soll Supercomputer günstiger und schneller machen

Nicht die herkömmliche Cluster-Technologie soll Supercomputer günstiger und schneller machen. Das Startup-Unternehmen SiCortex nennt andere Wege.

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13.11.2006 08:54:54 / newsbyteNews


Nicht die herkömmliche Cluster-Technologie soll Supercomputer günstiger und schneller machen. Das Startup-Unternehmen SiCortex nennt andere Wege.

Mit einer Alternative zur herkömmlichen Cluster-Technologie will das US-Startup SiCortex den Markt für Supercomputer aufrollen. Dabei setzt SiCortex auf ein von MIPS Technologies lizenziertes Chipdesign, mit dem es möglich ist, sechs Prozessoren und einen Kommunikationsschaltkreis auf ein Stück Silizium zu packen. Damit lassen sich nach Angaben des Unternehmens die Kosten enorm drücken. Zudem soll einer dieser Chips des Riesenrechners lediglich auf einen Stromverbrauch von 15 Watt kommen,

berichtet das Wall Street Journal (WSJ). Eine Recheneinheit in einem Standardcluster verbrauche dagegen 250 Watt.

"Ich bin überrascht, dass es so lange gebraucht hat, bis jemand auf diese Idee gekommen ist", lobt Horst Simon, Chef des National Energy Research Scientific Computing Center (NERSC) http://www.nersc.gov, das die Supercomputer für das US-Energieministerium betreut. Der größte Vorteil der innovativen Lösung ist aber der geringe Platzverbrauch. Während ein SiCortex-Supercomputer in einem Schrank mit einer Höhe von rund 1,8 Metern Höhe Platz findet, benötige man für einen Cluster mit vergleichbarer Leistung acht bis zehn solcher Gehäuse, betont SiCortex-Chef John Mucci. Der Stromverbrauch der Cluster-Rechner sei zehn Mal so hoch.

Das Flaggschiff der SiCortex-Supercomputer mit etwa 972 Chips oder 5.832 Prozessoren soll für etwa 1,5 Mio. Dollar auf den Markt kommen und laut Unternehmensangaben die drei- bis zehnfache Rechenleistung bieten wie ein Cluster derselben Preisklasse. Darüber hinaus will SiCortex laut WSJ auch mit einem kleineren System punkten, das mit 108 Chips auskommt und etwa 200.000 Dollar kosten soll.

Ein leichtes Spiel dürfte SiCortex auf dem Supercomputer-Markt aber trotz der genannten Vorteile nicht haben. Seit den 90er Jahren hätten bereits einige Unternehmen den Markt betreten und wieder verlassen, warnt NERSC-Direktor Simon. "Es war sehr schwer, für dieses Unternehmen Geld zu sammeln, insbesondere im Gebiet um Boston, wo es bereits eine Reihe prominenter Flops gab", stimmt Robert Metcalfe, Chairman von SiCortex und Partner bei Polaris, einem der Investoren, zu.

Dabei ist derzeit die Nachfrage nach Supercomputern, speziell im mittleren Bereich, auf den sich SiCortex konzentrieren will, deutlich höher als in den 90er Jahren. Nach Berechnungen der Marktforscher von IDC ist das Marktvolumen hier im vergangenen Jahr um 24 Prozent auf 9,4 Mrd. Dollar gestiegen. Bei den Highend-Geräten war dagegen lediglich ein Wachstum von drei Prozent auf 916 Mio. Dollar zu verzeichnen. Auf dem Markt für Supercomputer muss sich SiCortex in Zukunft gegen die Konkurrenz von Branchenriesen wie IBM oder HP sowie Cluster-Startups wie Linux Networx durchsetzen.



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