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Microsoft: Ohne Online-Store kein Player - Europa-Start von iPod-Killer Zune auf Eis

Microsoft: "Ohne Online-Store kein Player" - Europa-Start von iPod-Killer Zune auf Eis

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06.11.2006 11:11:48 / newsbyteNews


Rätselraten herrscht weiterhin um den Europa-Start von Microsofts iPod-Killer Zune. Während der US-Markt dem angekündigten Starttermin am 14. November bereits entgegenfiebert, ist für den Rest der Welt derzeit warten angesagt. Erst gestern, Donnerstag, hat der britische Managing Director von Microsoft, Gordon Frazer, gegenüber dem Online-Portal silicon.com aufhorchen lassen, indem er den Start des Players in Europa überhaupt in Frage stellte. Man werde den Start in den USA abwarten, Schlüsse daraus ziehen und dann über die nächsten Schritte entscheiden. Derzeit sei aber nicht klar, wann und ob der Player außerhalb der USA erscheinen werde, so Frazer.

"Natürlich wurde Zune nicht nur für den US-Markt entwickelt", relativiert Produktmanager Thomas Kritsch von Microsoft Austria im pressetext-Gespräch. Man wolle den Player auch in anderen Ländern im Laufe des nächsten Jahres einführen. Gleichzeitig wies Kritsch darauf hin, dass der Start in den jeweiligen Ländern an die Einführung eines entsprechenden Online-Stores gekoppelt ist. "Ohne Market Place wird es auch keinen Player geben", so der Zune-Produktmanager. Wie beim Apple-Pendant, dem iTunes-Store, muss auch Microsoft bei seinem eigenen Store aus Rechtsgründen für jedes Land eine nationale Lösung auf die Füße stellen. Bestehende Vertriebsmöglichkeiten, die beispielsweise die Microsoft-Produktlinie "Plays for sure" unterstützen, sollen nicht genutzt werden.

Aus Konsumentensicht bedeutet diese Entscheidung zudem, dass unter dem "Plays for sure"-Logo gekaufte Lieder der meisten Online-Stores mit dem neuen Microsoft-Player nicht kompatibel sind. "Wir werden die "Plays for sure"-Linie auch weiterhin unterstützen. Prinzipiell muss man aber sehen, dass es sich hierbei um zwei verschiedene Märkte und Zielgruppen handelt", meint Kritsch. So stellt Microsoft die Marke Zune in den Mittelpunkt des neuen Konzepts. Ähnlich wie bei Apples Erfolgsmodell sollen sowohl der Online-Store als auch das Gerät selbst und etwaiges Zubehör auf die anvisierte Erfolgsmarke zugeschnitten sein. (pressetext.austria Martin Stepanek)



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