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Nachholbedarf bei Datenwiederherstellung und Archivierung im Mittelstand

Aktuelle IT-Storage-Studie belegt: Nachholbedarf bei Datenwiederherstellung und Archivierung im Mittelstand. Erhebung von Fleishman-Hillard und speicherguide.de deckt Defizite auf

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23.10.2006 19:12:06 / newsbyteNews


Die Wiederherstellung und die Archivierung aufbewahrungspflichtiger Daten sind im Bereich IT-Storage die größten Herausforderungen für kleinere und mittlere Unternehmen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "IT-Storage im Mittelstand", in deren Rahmen die Münchner Niederlassung der PR-Agentur Fleishman-Hillard gemeinsam mit dem Fachmagazin speicherguide.de und in Kooperation mit dem Marktforschungsunternehmen Smart-Research Vertreter mittelständischer Unternehmen befragt hat. Die Erhebung umfasst 224 vollständig ausgefüllte Fragebögen.
Die Online-Befragung wurde vom 18. August bis 3. Oktober 2006 durchgeführt. Rund ein Drittel der Teilnehmer waren IT- und Systemadministratoren. Etwa 45 Prozent gaben an, als Abteilungs-, EDV-Leiter oder Geschäftsführer tätig zu sein; 6,3 Prozent tragen den Titel Storage-Administrator. Knapp 45 Prozent der Befragten sind in Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern beschäftigt. 31,3 Prozent arbeiten in Firmen mit bis zu 250 Mitarbeitern und rund 23 Prozent in größeren Betrieben.

Die zentralen Umfrageergebnisse:
Backup: Plattensubsysteme im Kommen
52,2 Prozent der Befragten setzen das Backup-to-Disk-Verfahren für die Datensicherung ein. Davon speichern 10,3 Prozent ausschließlich auf Plattensubsysteme. 42 Prozent sichern ihre Daten zusätzlich auch auf Band. 21,9 Prozent der Umfrageteilnehmer geben an, das Verfahren noch nicht anzuwenden, zukünftig aber Backup-to-Disk einsetzen zu wollen. Dies zeigt deutlich, dass dieses Verfahren nicht nur große, sondern zunehmend auch mittelständische Anwender erreicht.

Archivierung ohne System
Aufgrund rechtlicher Bestimmungen müssen Unternehmen immer mehr Geschäftsdaten für lange Zeit digital verfügbar halten. Bereits 35,7 Prozent der Befragten führen einen deutlich gestiegenen Speicherbedarf auf gesetzliche Vorgaben zurück. Bei der Frage nach den gebräuchlichsten Speichermethoden für die digitale Archivierung aufbewahrungspflichtiger Daten liegen einfache Speichermedien wie Bandspeicher und optische Medien mit fast 60 Prozent an erster Stelle - und damit deutlich vor Archivsystemen (23,2 Prozent) wie Document-Lifecycle-Management- und Enterprise-Content-Management-Lösungen. Archivsysteme externer Dienstleister setzen nur 3,6 Prozent der befragten Unternehmen ein.

"Mittelständische Unternehmen nehmen das Thema IT-Storage insgesamt sehr ernst. Ein systematischer Ansatz, der es ermöglicht, gespeicherte Daten auch nach langer Aufbewahrungszeit schnell wieder zu finden, hat sich bislang aber noch nicht durchgesetzt", stellt Karl Fröhlich, Chefredakteur und Herausgeber von speicherguide.de, das Storage-Magazin, fest.

Recovery-Konzept ja - Kontrolle nein
Wie groß die Kluft zwischen Anspruch und Realität sein kann, wird vor allem im Bereich Datenwiederherstellung (Disaster Recovery) deutlich. 63,4 Prozent der Teilnehmer geben zwar an, einen Masterplan zu besitzen, wie im Falle von Datenverlust nach einem Systemausfall vorzugehen ist. Von diesen überprüfen aber nur knapp 43 Prozent mindestens einmal im Jahr, ob der Notfallplan in der Praxis auch tatsächlich greift. Mit 53,5 Prozent räumt jedoch deutlich mehr als die Hälfte der Befragten ein, die vorhandenen Notfallpläne weder zu testen noch zu aktualisieren, beziehungsweise, nicht zu wissen, ob es solche Tests gibt.

Die vollständige Studie ist bei fleishmaneurope.com zu beziehen.



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