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EMC bringt Bibliotheken und Hersteller an einen Tisch

EMC bringt Bibliotheken und Hersteller an einen Tisch

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Datum: 

12.09.2006 08:51:50 / newsbyteNews


Bibliotheken sind aus verschiedenen Gründen damit konfrontiert, digitale Archive aufzubauen. So sind sie durch ihren Sammlungsauftrag verpflichtet, Publikationen in ihrer Originalfassung ebenso aufzubewahren wie Kopien und neue Dokumente und Inhalte in digitaler Form. So enthalten beispielsweise Nachlässe von Schriftstellern mittlerweile neben Briefen, Büchern und Artikeln auch Emails, Webseiten und elektronische Präsentationen. Die Deutsche Nationalbibliothek hat zudem inzwischen den gesetzlichen Auftrag, öffentlich relevante elektronische Publikationen neben dem Material in gedruckter Form zu archivieren. Bibliotheken mit kostbarem historischem Bestand wie die Anna Amalia Bibliothek sind wiederum darauf bedacht, diesen vor Abnutzung durch Gebrauch zu schützen und ihn gleichzeitig einem grösseren Publikum zur Verfügung zu stellen. Sie löst diese Aufgabe beispielsweise dadurch, dass sie ihre Kulturschätze einscannt und in verschiedenen Qualitätsstufen für interessierte Laien, Forschungszwecke und als Druckvorlage für Nachdrucke vorhält. „Für unsere Aufgabe brauchen wir Partner - und zwar Hersteller und publizierende Instanzen genauso wie alle Personen, die einen Nachlass vermachen wollen und dabei auch Inhalte in digitaler Form hinterlassen.“ So lautete die Forderung von Prof. Dr. Elmar Mittler, Direktor der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek, an alle beteiligten Personen und Institutionen, um diese Aufgabe überhaupt bewerkstelligen zu können.


Das Digitale Dilemma

Im Gegensatz zu gedrucktem Material, das lediglich dem zeitlich bedingten Materialverfall unterliegt, muss bei digitalen Inhalten auch der technologische Fortschritt berücksichtigt werden. Neue Anwendungen oder auch nur Software-Versionen sowie Innovationen bei Speichermedien erfordern die kontinuierliche Aufmerksamkeit der Archivare. „Eine ägyptische Steinplatte konnte man einfach ablegen und musste nichts mehr tun. Das geht bei digitalen Daten nicht. Man braucht eine Strategie zur Migration oder Emulation der Inhalte sowie offene Formate“, fasst Tobias Steinke von der Abteilung Informationstechnik der Deutschen Nationalbibliothek die neuartigen Herausforderung zusammen, denen sich Bibliotheken heute gegenüber sehen. Hier sind die Hersteller gefordert, an der Entwicklung von Standards und einheitlichen Verfahren mitzuarbeiten, die den Bedürfnissen der langfristigen Archivierung von digitalen Inhalten gerecht werden.


Hintergrund

EMC hat mit der Archivierungslösung Centera eine Methodik geschaffen, die den Datenverlust durch Migration oder Löschung verhindert. Damit ist die technologische Voraussetzung auf der Systemebene geschaffen, um Kulturgut in digitaler Form dauerhaft zu bewahren. So sind seit Mai 2006 beispielsweise erste Werke der Faustsammlung der Herzogin Anna Amalia Bibliothek online verfügbar, die digital auf EMC Centera archiviert sind.

Auf der Anwendungsseite hat Adobe mit dem Dateiformat PDF einen De-facto-Formatstandard geschaffen, der auch den Zugriff auf die digitalen Dokumente und ihre Lesbarkeit dauerhaft sicherstellt. Vor kurzem erfolgte die ISO-Zertifizierung des Archivierungsstandards PDF/A. Damit ist auch juristisch sichergestellt, dass das Format unabhängig von der Lebensdauer des Unternehmens besteht.



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