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Sanfte Migration als Erfolgsrezept für die IP-Kommunikation von Ericsson

Ericsson etabliert neues System MX-One 3.0

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Datum: 

30.08.2006 08:16:52 / newsbyteNews


Der komplette Wechsel von der klassischen Telefonanlage hin zur serverbasierten IP-Telefonie ist bisher mehr Diskussion denn Exekution. Noch immer werden vorwiegend hybride Telefonanlage installiert, die auf proprietärer Hardware aufbauen und zusätzlich zu den digitalen Systemendgeräten auch IP-Telefone und IP-Querverbindungen unterstützen. Selten werden heute auch bei komplett neuen Gebäuden reinrassige IP-Telefonielösungen gewählt, obgleich die Diskussion über deren Vorteile seit Jahren Fachmedien und Kongresse beherrscht. In der Tat erfordert eine reine IP-Telefonielösung eine sorgfältige und aufwändige Planung des Inhouse-Netzwerks. Bei der klassischen Telefonanlage mit rein passiver, sternförmiger Verteilung reicht es in der Regel, die Anlage selbst in ihren vitalen Komponenten redundant auszulegen, um größtmögliche Verfügbarkeit zu gewährleisten. Bei aktiven IP-Netzen mit Backbone-Strukturen ist deutlich mehr Redundanz und kontinuierliche Überwachung erforderlich, um eine ähnliche Zuverlässigkeit zu erreichen. Als Ergebnis scheuen viele Anwender noch die Entscheidung für eine neue TK-Technologie.

Ericsson will dieses Problem mit dem neuen System MX-ONE 3.0 lösen: „Möglich wird das durch die vollständige Portierung der bewährten Ericsson Telefonanlage MD 110 auf eine Industriestandard-Architektur und das Betriebssystem Linux. Das Betriebssystem und der Softswitch, der das Herz des Telefonsystems darstellt, können entweder als stand-alone IP-Server arbeiten, oder aber als Embedded Server Unit, nämlich als Einschublösung für bestehende MD 110 Systeme. Funktion und Leistung beider Server-Lösungen sind identisch“, erklärt Mehdi Schröder, Vice President Enterprise bei Ericsson Deutschland.

Ericsson biete damit dem Anwender die Wahl, von einer komplett neuen und reinen IP-Telefonielösung über eine neue, modular aufgebaute Hybrid-Lösung bis hin zu einer Migration einer bestehenden MD 110 alle Varianten realisieren zu können: „Wir ermöglichen das durch die verschiedenen, alternativ einsetzbaren Hardware-Komponenten. In der stand-alone Variante läuft MX-ONE auf einem HP ProLiant Server. Die Anschaltung an Operatornetz und Querverbindungen erfolgt über eine Media Gateway Einheit. Die Media Gateway enthält auch die Digitalen Signal-Prozessoren (DSP) für Voice-IP-Konvertierung. Somit lässt sich aus dem MX-ONE Telephonie Server und der Media Gateway eine reine IP-Telefonielösung aufbauen. Der Schritt in Richtung hybride, modulare Lösung erfolgt über die Media Gateway Classic“, führt Schröder aus. Hierbei handele es sich um ein 19 Zoll Chassis, welches hochintegrierte Interfaceboards für die Anschaltung digitaler Systemtelefone aufnehmen kann. Weitere Boards für die Media Gateway Classic bieten DECT-Support, Voice Gateways und zusätzliche Netzschnittstellen.

„Alternativ zum Einsatz des HP ProLiant Servers kann MX-ONE Telephony Server auch auf der Embedded Server Unit (ESU) laufen. Hierbei handelt es sich um ein Board für die Media Gateway Classic, welches mit einem kompletten Industriestandard-Server bestückt ist und ebenfalls unter dem „gehärteten“ Linux Betriebssystem und der exakt gleichen Telephony Server Software läuft. Über die MX-ONE Telephony Server ESU ist auch die Migration bestehender MD 110 Telefonanlagen möglich. Ericsson Telefonanlagen sind weltweit bei mehr als 112.000 Kunden installiert.



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