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Datum: |
29.08.2006 17:13:32 / newsbyteNews |
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Die Schweizerische Vereinigung amtlicher Pilzkontrollorgane führt die Homepage www.vapko.ch und informiert über die Pilzkontrollstellen, Pilzarten und was ist zu tun wenn man vergiftet ist. Auch nützliche Informationen auf www.pilze.ch.
DIE WIRKUNG NACH DER EINNAHME
Generell zu unterscheiden sind 6 Stunden und später nach der Pilzmahlzeit auftretende Beschwerden von früh auftretenden Beschwerden 30 Minuten bis 4 höchstens 6 Stunden nach Pilzgenuß; die früh auftretenden Beschwerden sind in der Regel durch nicht lebensbedrohliche Pilzvergiftungen verursacht; die spät nach der Pilzmahlzeit beginnenden Vergiftungsbeschwerden (6-20 Stunden bis 10 Tage) können lebensbedrohliche Pilzvergiftungen werden.
TÖDLICHE GIFTIGE PILZE ERKENNEN
Oberstes Gebot: Bevor man "in die Pilze geht" sollte man sich mit den tödlich giftigen Pilzen vertraut machen !
Darunter fallen in Mitteleuropa vor allem der grüne, der kegelhütige und der weiße Knollenblätterpilz, der Nadelholzhäubling (giftverdächtig auch andere Häublinge), der orangenfuchsige und der spitzbuckelige Rauhkopf und andere Schleierlinge (Cortinarius spp.), der kahle Krempling und andere Kremplinge und der Frühjahrslorchel und andere Lorcheln.
NUR BEKANNTE PILZE ESSESN
Essen Sie nur sicher bekannte Pilze! Im Zweifelsfall verzichten Sie lieber auf die Pilzmahlzeit oder suchen Sie eine Pilzberatungsstelle auf. Vorsicht ist auch geboten, wenn man in anderen Gegenden oder in fremden Ländern Pilze sammelt.
KEINE VERDORBENEN PILZE
Sammeln und essen Sie keine verdorbenen Pilze ( Vorsicht bei Regenwetter) und lassen Sie sehr junge Pilze noch stehen.
PILZE ABSCHNEIDEN ODER HERAUSLÖSEN
Ihnen bekannte Speisepilze sollten abgeschnitten und nicht ausgerissen werden.
Wenn Sie unbekannte Pilze zur Identifizierung sammeln, nehmen Sie nur eine begrenzte Anzahl mit, schneiden Sie die Pilze nicht ab, sondern lösen Sie diese vorsichtig aus ihrem Substrat (Erde, Holz), um eventuell wichtige Erkennungsmerkmale wie z. B. die von lappigen Hüllresten umgebene Knolle an der Stielbasis der Knollenblätterpilze nicht zuzerstören! Transportieren Sie die Pilze gesondert von Ihren Speisepilzen!
PILZE TRANSPORTIEREN
Zum Transport eignen sich am besten Körbe, um die Pilze luftig gelagert und nicht matschig nach Hause zu bringen. Plastiktüten oder andere luftdichte Gefässe eignen sich nicht, da sonst durch entstehende Wärme die Pilze verderben, und diese dann Beschwerden im Sinne einer bakteriell verursachten Lebensmittelvergiftung verursachen können.
PILZE NICHT ZERSTÖREN
Zerstören Sie keine Pilze, auch wenn es sich um Giftpilze handelt. Schonen Sie seltene Arten.
MASSNAHMEN BEI EINER PILZVERGIFTUNG
- Sofort mit dem nächstgelegenen Spital oder einem Arzt Kontakt aufnehmen und die erteilten Weisungen strikte einhalten.
- Bei akuten Vergiftungssymptomen kann in der ganzen Schweiz mittels Sanitätsnotrufnummer 144 eine Ambulanz angefordert werden.
- Das Schweizerisches Toxikologisches Informationszentrum in Zürich, Telefon 145, gibt Zusatzinformationen über das weiteren Vorgehen
- Betroffene Person auf der Seite lagern, zudecken und beruhigen
- Zeitpunkt der letzten Mahlzeit mit eruieren
- Wenn möglich Rüstabfälle und Speisereste oder notfalls Erbrochenes sicherstellen. Dieses Material ermöglicht speziell ausgebildeten Pilzexperten das Bestimmen der involvierten Pilze und den Ärzten das Einleiten der angemessenen Behandlung
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