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Datum: |
09.08.2006 08:56:24 / newsbyteNews |
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Swisscom verzeichnete im ersten Halbjahr stark steigende Kundenzahlen im Mobilfunk und bei ADSL. Reduzierte Preise für die Mobilfunkterminierung, zusätzliche Rückstellungen für die Interkonnektionsverfahren sowie ein tieferer EBITDA von Swisscom IT Services wirkten sich aber negativ auf das Ergebnis aus. Der Nettoumsatz der Swisscom-Gruppe sank um 2,8% auf CHF 4,77 Mrd., das Betriebsergebnis (EBITDA) um 17,5% auf CHF 1,81 Mrd. Bereinigt um Sondereffekte stieg der Umsatz um 1%; der vergleichbare EBITDA ging um 5,4% zurück. Swisscom lanciert in den nächsten Wochen einen Aktienrückkauf im Volumen von bis zu CHF 2,25 Mrd. Unverändert erwartet das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2006 einen Nettoumsatz von rund CHF 9,5 Mrd. Auf Grund der erwähnten Einflüsse senkt Swisscom die Erwartungen für das Betriebsergebnis von bisher CHF 4,0 Mrd. auf CHF 3,7 Mrd.
Der Nettoumsatz sank im Vergleich zum Vorjahr um CHF 139 Mio. oder 2,8% auf CHF 4’773 Mio.; das Betriebsergebnis (EBITDA) reduzierte sich um CHF 385 Mio. oder 17,5% auf CHF 1’814 Mio. Der Rückgang beim EBITDA ist im Wesentlichen auf die zusätzlichen Rückstellungen für die Interkonnektionsverfahren und die tieferen Terminierungspreise im Mobilfunk zurückzuführen. Im laufenden Geschäft stieg der Nettoumsatz auf vergleichbarer Basis um CHF 46 Mio. oder 1%; der EBITDA sank um CHF 112 Mio. oder 5,4%.
Der Reingewinn der Swisscom-Gruppe nach Abzug der Minderheitsanteile nahm um 32% auf CHF 759 Mio. ab und ist vor allem eine Folge des tieferen Betriebsergebnisses und reduzierten Nettofinanzergebnisses. Auf Grund des Aktienrückkaufs im letzten Jahr und der damit reduzierten Anzahl Aktien sank der Gewinn pro Aktie mit 26,5% auf CHF 13,38 weniger stark als der Reingewinn.
Anhaltendes Wachstum bei ADSL – mehr Kunden bei Mobile
Das starke Wachstum bei den Breitbandanschlüssen im Segment Fixnet ist ungebrochen: Die Zahl der Kunden stieg um 32,2% auf 1,25 Mio. Vom Bestand entfallen 846’000 Anschlüsse auf Bluewin-Kunden und 407’000 auf Kunden von anderen Anbietern. Die Zahl der analogen und digitalen Anschlüsse verringerte sich als Folge des intensiven Infrastrukturwettbewerbs mit Kabelnetzgesellschaften und der Substitution durch Mobilfunk um 2,1% auf 3,79 Mio. Mit dem Ausbau der Breitband-Technologie VDSL stiegen die Investitionen um 13,8% auf CHF 239 Mio.
Das Segment Mobile konnte vor allem dank neuen Preismodellen (z.B. Liberty-Stundentarif von 50 Rappen) und der Lancierung von M-Budget-Mobile die Zahl der Kunden um 425'000 oder 10,5% auf 4,47 Mio. steigern. Mitte Jahr nutzten bereits rund 1,2 Mio. Kunden die Produkte der Liberty-Familie; das Prepaid-Produkt M-Budget-Mobile verzeichnete bereits 206'000 Kunden. Die neuen Preismodelle führten zu einer verstärkten Nutzung: Die durchschnittliche Anzahl Minuten pro Kunde und Monat (AMPU) stieg von 116 auf 122. Als Folge der tieferen Preise und des höheren Anteils an Prepaid-Nutzern fiel der durchschnittliche Umsatz pro Kunde von CHF 78 auf 65.
Im Geschäft mit Firmenkunden erzielten Swisscom Solutions und Swisscom IT Services im ersten Halbjahr 2006 mit neu gewonnenen sowie erneuerten langfristigen Kundenverträgen einen Auftragseingang in Höhe von insgesamt rund CHF 192 Mio. Der Umsatz von Swisscom Solutions nahm als Folge des Preis- und Wettbewerbsdrucks ab.
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