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Cyber-Kriminelle nehmen neue Kommunikations-Tools ins Visier

MessageLabs legt die aktuelle Ausgabe seines Intelligence Reports vor, in dem der führende Anbieter integrierter Messaging- und Web-Security-Dienste für Unternehmen regelmäßig die internationale Entwicklung von Online-Attacken analysiert.

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Datum: 

28.07.2006 16:03:34 / newsbyteNews


MessageLabs legt die aktuelle Ausgabe seines Intelligence Reports vor, in dem der führende Anbieter integrierter Messaging- und Web-Security-Dienste für Unternehmen regelmäßig die internationale Entwicklung von Online-Attacken analysiert. Demnach ergibt sich für den Juli auf globaler Ebene ähnlich wie in den Vormonaten eine weitgehend stabile Gefahrenlage – wobei jedoch für einzelne Länder besorgniserregende Spitzenwerte zu konstatieren sind. So litt Israel mit einer Spam-Quote von 77,3 Prozent am meisten unter unerwünscht zugestellten E-Mails.

Derweil steht Indien weiterhin unter enormem Beschuss von Virenangriffen – eine von 11,1 an Adressaten auf dem Subkontinent gerichteten Nachrichten war verseucht. Darüber hinaus wurden im Juli verstärkt viel besuchte Online-Tools, Kontaktbörsen und Kommunikationsforen Opfer von Cyber-
Kriminellen: Sowohl MySpace als auch der IM-Service von AOL und Gmail von Google wurden zuletzt für Attacken genutzt.
„Social-Networking-Portale wie MySpace finden auf globaler Ebene immer mehr Anhänger. Im Zuge dieser Entwicklung entdecken auch Betrüger solche Community-Websites zunehmend als Ziele für ihre
Angriffe. Angesichts des allgemein äußerst unbesorgten Umgangs mit diesen neuen Formen der Kommunikation fällt es ihnen leicht, persönliche Daten zu stehlen und für Spam-Kampagnen zu nutzen“, erläutert Mark Sunner als Chief Technology Officer (CTO) von MessageLabs die aktuelle Situation und ergänzt: „Bemerkenswerterweise konnten wir ebenso beobachten, dass auch Phishing-Attacken sich auf neue Kommunikationskanäle wie Voice-over-IP ausbreiten. Mit fingierten Anrufen versuchen Betrüger, sich die Kreditkarteninformationen zu verschaffen. Das ist ein eindeutiger Beleg für die große Innovationskraft, mit der sich Cyber-Kriminelle fortwährend immer neue Verfahren der Internetkommunikation zunutze machen, um an die vertraulichen Authentisierungsdaten ihrer Opfer zu kommen.“

Spam: Im Juli ging der Anteil von Spam am gesamten E-Mail-Traffic gegenüber dem Vormonat um 2,1 Prozentpunkte auf 62,7 Prozent zurück. Im Durchschnitt entfiel eine von 1,59 Mails auf die Kategorie Spam.

Viren: Die Viren-Quote betrug im Juli 1,04 Prozent – ein leichtes Plus von 0,09 Prozentpunkten gegenüber dem Vormonat. Eine von 96,6 E-Mails war verseucht. Die Juli-Analyse von MessageLabs untermauert erneut, dass große Viren-Ausbrüche offenbar weitgehend der Vergangenheit angehören. Die Angriffsverfahren von Cyber-Kriminellen werden immer gezielter und dienen zunehmend konkreten geschäftlichen Zielen.



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