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Sophos ermittelt die zwölf aktivsten Länder beim Spam-Versand - USA führend

An der Spitze der Rangliste stehen weiterhin die USA mit einem Anteil von 23,2 Prozent, gefolgt von China (20 Prozent) und Südkorea (7,5 Prozent).

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Datum: 

24.07.2006 14:54:47 / newsbyteNews


Der Computersicherheits-Spezialist Sophos hat die zwölf Länder ermittelt, aus denen zwischen April und Juni 2006 die meisten Spam-Mails versendet wurden. An der Spitze der Rangliste stehen weiterhin die USA mit einem Anteil von 23,2 Prozent, gefolgt von China (20 Prozent) und Südkorea (7,5 Prozent). Während der Anteil der Zweit- und Drittplatzierten am weltweiten Spam-Aufkommen im Vergleich zum ersten Quartal 2006 gesunken ist, verzeichnen die Vereinigten Staaten zum ersten Mal seit Einführung des CAN-Spam-Gesetzes vor zwei Jahren wieder eine leichte Zunahme der Spam-Aktivität. Wie die Untersuchungen der SophosLabs, der weltweiten Forschungszentren von Sophos, zeigen, stammen mittlerweile die meisten Spam-Mails von Zombie-PCs. Zombie-PCs sind Rechner, die von Virenschreibern gezielt mit Schadcodes infiziert und danach für den Versand unseriöser Werbe-Mails missbraucht werden. Immer 'beliebter' bei Spammern werden so genannte 'Pump-and-Dump'-Kampagnen, mit denen sie versuchen, die Aktienkurse bestimmter Firmen durch falsche Informationen bewusst in die Höhe zu treiben und so an schnelles Geld zu kommen.

Zwischen April und Juni 2006 verbreiteten folgende Länder die meisten
Spam-Mails:

1. USA 23,2%
2. China (inkl. Hong Kong) 20,0%
3. Südkorea 7,5%
4. Frankreich 5,2%
5. Spanien 4,8%
6. Polen 3,6%
7. Brasilien 3,1%
8. Italien 3,0% (Neueinsteiger)
9. Deutschland 2,5%
10. Großbritannien 1,8%
11. Taiwan 1,7%
12. Japan 1,6%
Sonstige 22,0%


Jens Freitag, Senior Technology Consultant bei Sophos: 'Seit der Einführung des CAN-Spam-Gesetzes im Jahr 2004 verzeichneten die USA einen anhaltenden Rücklauf in der Verbreitung von Spam-Mails - bis jetzt. Angesichts ihres harten Vorgehens mit zahlreichen Verhaftungen und den hohen Geldstrafen kann man der US-amerikanischen Regierung nicht vorwerfen, zu wenig gegen kriminelle Spammer zu unternehmen. Die erneut steigende Anzahl an Spam-Mails aus den USA resultiert vielleicht eher daraus, dass Unternehmen und Privatanwender ihre Rechner noch immer nicht ausreichend davor schützen, als Zombie-PCs missbraucht zu werden.'

Darüber hinaus beobachten die Experten der SophosLabs eine zunehmende Zahl unseriöser Werbe-Mails, bei denen die Versender anstelle von Textnachrichten Bilder verwenden, um auf diese Weise Spam-Filter zu umgehen, die auf die Analyse der Text-Inhalte ausgerichtet sind. Lag der Anteil an Bild-Spams im Januar dieses Jahres noch bei 18,2 Prozent, stieg dieser bis Juni 2006 deutlich auf 35,9 Prozent.

Europa auf der Überholspur

Im Vergleich der Kontinente belegte Europa zwischen April und Juni 2006 den zweiten Platz und überholte mit einem Anteil von insgesamt 27,1 Prozent am weltweiten Spam-Aufkommen erstmals Nordamerika (25,7 Prozent). Insgesamt finden sich sechs europäische Nationen unter den Top 12 der aktivsten Länder beim Spam-Versand - allen voran Frankreich, mit 5,2 Prozent auf Platz drei der Rangliste. Auch der einzige Neueinsteiger kommt aus Europa: So schaffte Italien mit 3,0 Prozentpunkten den Sprung auf Platz acht und verdrängte damit Deutschland (2,5 Prozent) auf den nachfolgenden Rang. Österreich und Schweiz zeigten sich weniger aktiv beim Versand unseriöser Werbe-Mails und waren nicht in der Hitliste vertreten. Wie schon in früheren Rankings belegte Asien erneut den Spitzenplatz.



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