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Xonio warnt: Mailbox-Falle kostet Verbraucher Millionen

Horrende versteckte Kosten drohen vor allem im Ausland

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29.06.2006 17:50:24 / newsbyteNews


Für viele Handy-Nutzer ist die Mailbox die wichtigste und meist genutzte Zusatzfunktion ihres Mobiltelefons. Umso mehr, als die Nutzung des Anrufspeichers als kostengünstig gilt. Doch vor allem im Ausland kann die Mailbox zum Gebührenfresser werden, ohne dass der betroffene Handy-Nutzer davon die geringste Ahnung hat. Mobilfunk-Verbraucherberater Xonio (www.xonio.com) informiert über die versteckten Kostenfallen und zeigt, wie man sie umgeht.



Die Abkürzung wirkt harmlos: MiA. Doch dahinter steckt die schlimmste Tücke des mobilen Anrufbeanworterwesens: die Mailbox im Ausland. Denn wer ohne entsprechende Vorbereitung mit Handy verreist, dem drohen hier Kosten, die das Urlaubsvergnügen im Nachhinein erheblich trüben können. Das Perfide daran: Diese Kosten können entstehen, ohne dass der Handy-Besitzer auch nur einen Finger rührt.



Eine einfache Rechnung macht klar, dass allein die deutschen Mobilfunkanbieter durch die Mailboxfalle jedes Jahr zur Urlaubszeit Millionen Euro verdienen: 48,1 Millionen Deutsche über 14 Jahre reisten 2004 in den Urlaub, 70 Prozent davon ins Ausland – das sind 33,7 Millionen (Statistisches Bundesamt 2004). Tappt von diesen nur jeder Zehnte in die Mailbox-Falle, die pro Anruf im günstigsten Fall ungefähr drei Euro verschlingt, ergibt das eine Summe von rund zehn Millionen Euro. Bei durchschnittlich drei Anrufen auf die Mailbox verdienen allein die deutschen Anbieter innerhalb weniger Wochen gut und gerne 30 Millionen Euro zusätzlich.



Und so funktioniert die Mailbox-Falle: Viele Handy-Nutzer wollen sich keinen Anruf entgehen lassen und stellen deshalb ihre Mailbox auf bedingte Rufumleitung ein – etwa wenn das Handy ausgeschaltet ist, niemand ran geht oder im Moment ein anderes Gespräch läuft. Dann wird jeder eingehende Anruf automatisch auf den Anrufspeicher umgeleitet. Eine pima Sache, so lange sich der Nutzer und sein Handy im Inland befinden: Der Anrufer bezahlt die ganz normalen Gebühren für die gewünschte Verbindung – der Angerufene bezahlt in der Regel für die spätere Abfrage seiner Mailbox je nach Tarif entweder gar nichts oder die Kosten für ein netzinternes Gespräch. Und die sind üblicherweise relativ niedrig.



Dreifache Umleitungskosten summieren sich


Ganz anders sieht es im Ausland aus. Bleibt die Einstellung wie gewohnt erhalten, stellt der Netzbetreiber in jedem Fall die Kosten für die Umleitung des Anrufs ins Ausland in Rechnung. Und zwar dem Angerufenen, da der Anrufer nicht wissen kann, wo sich sein Gesprächspartner mit seinem Handy aufhält. Allein diese Umleitung kann mit 3 Euro oder mehr pro Minute zu Buche schlagen.



Wenn dann aber die Mailbox ins Spiel kommt, weil der Besitzer gerade beim Baden ist, telefoniert oder keinen Empfang hat, dann wird´s richtig teuer. Xonio-Chefredakteur Uwe Baltner: „Das Gespräch geht zurück zur Mailbox im deutschen Netz. Das verursacht erneut Umleitungskosten über Ländergrenzen hinweg. Wer dann noch wissen will, was der Anrufer wollte, bezahlt für den Abruf seiner Mailbox noch einmal die Gebühren für einen Anruf nach Deutschland. Ein teurer dreifacher Salto rückwärts sozusagen.“



Je nach Reiseland, Tageszeit, Heimatnetz und dem genutzten Netz im Ausland können da – zusätzlich zu den erst genannten Umleitungskosten ins Ausland – schnell noch Mal drei bis vier Euro pro Minute anfallen. Gesamtkosten: bis zu sieben oder acht Euro. Und das ohne dass überhaupt ein direktes Gespräch zustande gekommen wäre.




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