|
Details:
Datum: |
14.06.2006 08:44:06 / newsbyteNews |
|
Noch vor wenigen Monaten äußerte der weltweit führende Handy-Hersteller Nokia noch die Hoffnung, die jüngsten Patentstreitigkeiten mit dem CDMA-Spezialisten Qualcomm schnell beilegen zu können.
Doch aus der der schnellen Einigung wird wohl vorerst nichts. Die Amerikaner schlugen am Vortag erneut den Rechtsweg ein und riefen die International Trade Commission (ITC) an, welche den Import von verschiedenen Nokia-Geräten künftig unterbinden soll. Qualcomm wirft dem Unternehmen vor, gegen sechs seiner Patente im Zusammenhang mit dem GSM-Standard verstoßen zu haben. Zuvor reichte Qualcomm bereits eine Klage vor einem US-Bundesgericht sowie am Londoner High Court ein.
Hintergrund der jüngsten Klagen sind offenbar die ins Stocken geratenen Gespräche um eine Verlängerung der Lizenzvereinbarung zwischen Nokia und Qualcomm. Ein entsprechendes Lizenzabkommen zwischen beiden Firmen läuft im April 2007 aus. Qualcomm fürchtet offenbar, dass sich Nokia gegen eine Verlängerung des Abkommens entscheiden wird.
China und 3G-Handys im Mittelpunkt
Durch den laufenden Patent-Zwist mit Qualcomm rückt das operative Geschäft fast in den Hintergrund. Dabei dürfte sich der Mobilfunkmarkt im laufenden Jahr weiter gut entwickeln. Nokia hob erst vor wenigen Monaten seine Prognosen an und rechnet im laufenden mit einem Wachstum von 15 Prozent. Im Jahr 2008 sollen dann rund drei Mrd. Menschen mobil telefonieren, wobei 80 Prozent des Wachstums aus den Märkten Asiens kommen soll. Allein aus China werden 500 Mio. neue Mobilfunkkunden erwartet.
Gerade im Reich der Mitte konnte Nokia zuletzt Erfolge melden. Nicht nur das die Finnen den bisherigen Marktführer Motorola vom ersten Platz verdrängen konnten, durch neue Modelle soll der Marktanteil in China weiter ausgebaut werden, so Colin Giles, Nokia-Manager in China. „Wir hatten einen Marktanteil von mehr als 30 Prozent zum Ende 2005 und im ersten Quartal 2006 haben für unsere Marktposition durch einen gesunden Produktmix weiter gestärkt“, zeigt sich Giles zufrieden.
Große Hoffnungen setzt Nokia auch auf die Einführung neuer 3G-Handys der N-Serie. Seit dem vergangenen Jahr konnte Nokia von diesen Multimedia-Modellen mehr als fünf Mio. Stück absetzen. Im laufenden Jahr dürfte sich dieser Markt auf 100 Mio. Einheiten verdoppeln, wobei im Jahr 2008 bereits über 250 Mio. Multimedia-Handys verkauft werden sollen. „China hat ein großes Potential für diese konvergenten Geräte“, so Giles, der in China bereits eine einkommensstarke Käuferschicht sieht, die an solchen Handys interessiert ist.
|  |
 |
 |
Mehr Informationen:
Es sind keine weiterführenden Informationen zu diesem NewsEintrag verfügbar...
|