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30.05.2006 20:05:44 / newsbyteNews |
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Der Mobilfunkriese Vodafone hat den grössten Verlust der britischen Unternehmensgeschichte eingefahren. Im vergangenen Jahr häufte das Unternehmen einen Nettoverlust von 17,23 Milliarden Pfund (39,19 Mrd. Fr.) an. Hintergrund sind immense Abschreibungen für ausländische Konzerntöchter. Der Konzernumsatz stieg um 10% auf 29,35 Mrd. Pfund. In der Mobilfunk-Sparte wuchs der Umsatz um 6,7 Prozent.
Die Gruppe mit weltweit über 170 Millionen Kunden bezifferte die Wertberichtigungen in den Büchern auf insgesamt 23,5 Mrd. Pfund. Mit 19,4 Mrd. Pfund entfällt ein Grossteil davon auf den deutschen Markt. So musste der Wert von Mannesmann - im Jahr 2000 nach einer dramatischen Übernahmeschlacht für die Rekordsumme von umgerechnet rund 180 Mrd. Euro übernommen - drastisch nach unten korrigiert werden. Vodafone hatte dies bereits im Februar angekündigt.
Vodafone ist mit 25 Prozent auch an Swisscom Mobile beteiligt. Bereits im März hatten sich die Briten vom japanischen Markt zurückgezogen und ihre dortige Tochter für knapp neun Milliarden Pfund verkauft. An die Aktionäre will Vodafone nun wegen dieser hohen Einnahmen neun
Milliarden Pfund ausschütten statt wie bisher geplant sechs Milliarden.
In Deutschland musste Vodafone Einbussen beim Kundenwachstum einstecken. Zwischen Januar und März kamen netto nur noch 26'000 Kunden hinzu, wie Vodafone am Dienstag in Düsseldorf mitteilte. In den drei vorangegangenen Quartalen hatte Vodafone noch insgesamt zwei Millionen Kunden hinzugewonnen. Derzeit hat der Konzern in Deutschland 29,2 Millionen Kunden. (sda/ap)
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