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06.03.2006 08:00:00 / newsbyteNews |
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Der amerikanische Telekomgigant AT&T wäre nach der Übernahme der drittgrößten US-Telefongesellschaft BellSouth der mit Abstand größte Telekommunikationskonzern in den USA mit einem Umsatz von rund 125 Milliarden Dollar, 70 Millionen Telefon- und fast zehn Millionen Breitbandkunden. Die Transaktion könnte bereits am Montag angekündigt werden, berichteten die New York Times und das Wall Street Journal in ihren Online-Ausgaben. Die Firmen nahmen keine Stellung.
Mit dem voraussichtlichen Preis würde man BellSouth nach Darstellung des Wall Street Journal mit mindestens 36 Dollar je Aktie bewerten, was ein Aufgeld von mindestens 15 Prozent gegenüber dem Kurs vom Freitag (31,46 Dollar) bedeuten würde. Der Börsenwert der fusionierten Gesellschaft würde fast 160 Milliarden Dollar erreichen.
Das Einzugsgebiet des neuen Telefonriesen würde von Kalifornien bis Florida reichen. AT&T und BellSouth kontrollieren bereits gemeinsam die größte amerikanische Mobilfunkfirma Cingular Wireless und das Online-Gelbe-Seiten-Geschäft Yellowpages.com. AT&T würde damit den Hauptkonkurrenten Verizon weit überflügeln.
Der Zusammenschluss der beiden noch verbliebenen Bell-Gesellschaften wäre nach Darstellung der Zeitung ein riesiger Schritt bei der Wiederherstellung des Monopols, das in der US-Telefonbranche vor der Zerschlagung der alten AT&T im Jahr 1984 existierte. Die ursprüngliche AT&T, die auch als "Ma Bell" (Mutter Bell) bekannt war, hatte jahrzehntelang ein amerikanisches Telefonmonopol.
Die frühere Telekom-Gesellschaft SBC Communications hatte erst im November die alte AT&T für 16 Milliarden Dollar übernommen und deren weitaus bekannteren Firmennamen angenommen. Das Unternehmen wird von dem langjährigen SBC-Chef Edward E. Whitacre Jr. geführt, der den Konzern durch Serienkäufe kleiner und großer Konkurrenten neben Verizon zum US-Branchenführer in der Telekommunikationsbranche gemacht hatte.
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