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Suisa will Abgaben auf MP3-Geräte, Harddisk-Recordern und Chips

Die Suisa, Verwertungsagentur für Urheberrechte, folgt dem deutschen Vorbild und erhebt Ansprüche auf Abgaben auf digitale Speichergeräte, berichtet die NZZ am Sonntag. Die Urheberrechtsabgaben würden beim Import erhoben und die Geräte würden schl...

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31.01.2005 10:56:31 / newsbyteNews


Die Suisa, Verwertungsagentur für Urheberrechte, folgt dem deutschen Vorbild und erhebt Ansprüche auf Abgaben auf digitale Speichergeräte, berichtet die NZZ am Sonntag. Die Urheberrechtsabgaben würden beim Import erhoben und die Geräte würden schlagartig um 20 oder 40 oder bis zu 150 Franken teurer, je nach Fassungsvermögen. Digitale Rekorder würden hunderte von Franken mehr kosten. Die Industrie und die Wirtschaftsverbände wehren sich derzeit noch gegen die Forderungen, die Suisa sieht sich aber im Recht. Also hat die Suisa ihre Vorschläge der Schiedskommission für die Verwertung von Urheberrechten vorgelegt. Die Kommission wird in den kommenden Wochen über die Tarife und die rechtliche Grundlage zur Forderung der Suisa entscheiden. Das die Suisa Gebühren erheben darf und muss, leitet diese vom Urheberrecht ab. Allerdings ist es fraglich, ob das Urheberrecht mehrfach geltend gemacht werden kann. Denn die auf die Player gespeicherten Stücke werden speziell in der Schweiz bereits mehrfach mit Gebühren belegt. CDs beim Kauf, Musikstücke aus einem Downloadportal beim Download, sofern es keine illegalen Downloadseiten sind. Auch Filme im Fernsehen sind bereits abgegolten und die digitale Kopie auf dem Harddiskrecorder ist im eigentlichen Sinne legal. Allerdings ist heute auf leeren CDs und DVDs bereits eine Abgabe drauf, die dieses Kopieren abgilt. Deshalb behauptet die Suisa nun, dass auch MP3-Player und Recorder Abgabenpflichtig sind. In einem nächsten Schritt sind alle Computer dran, dann die Handybesitzer und vieles andere mehr. Am Schluss zahlt man viele hundert Franken an Gebühren, ohne je ein geschütztes Werk auf den Computer geladen zu haben. In der Schweiz haben die Verwertungsgesellschaften Suisa, Pro Litteris, Suissimage und SSA im Jahr 2003 laut NZZ insgesamt 211 Mio. Fr. eingenommen. 20% davon - oder 40 Mio. Fr. - wurden für Verwaltungskosten aufgewendet.



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