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09.12.2004 07:47:33 / newsbyteNews |
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Vor dem Gericht in Australien, das auf Klage der Musikindustrie gegen den P2P-Provider Sharman Networks verhandelt, ist Leon Sterling, Professor für Computerwissenschaften und Software-Engineering an der Universität Melbourne, als Sachverständiger und Zeuge aufgetreten. Entgegen den Behauptungen von Sharman Networks sagte der Professor den Richtern, dass es für einen System-Operator in einem "distributed system" durchaus möglich ist, Statistiken über die Tätigkeit der Nutzer in der gleichen Weise zu erheben wie bei einer einzelnen Website. Nach Sterlings Aussagen ist die Technologie zur Erhebung dieser Statistiken inzwischen sehr weit entwickelt und ermöglicht, den Ort des Nutzers, die Verweildauer im Netz, die geladenen Files und persönliches Nutzerverhalten zu erfassen. Ob die Sharman-Software Kazaa dies tatsächlich tut, wisse der Professor nicht. Jedoch hätte die File-Sharing-Software ohne weiteres konzipiert werden können, diese Daten zu erheben. Sterling fügte ausserdem hinzu, dass seiner Ansicht nach die Software Kazaa zum wesentlichen, wenn nicht einzigen Zweck entwickelt wurde, Musikfiles zu tauschen. Etwas abgeschwächt wurde dagegen seine Aussage wohl dadurch, dass er einräumen musste, Kazaa nicht heruntergeladen oder je genutzt zu haben. (pol)
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