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28.11.2004 20:43:42 / newsbyteNews |
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Bekanntlich haben wir in den modernen Gesellschaften nicht mehr den klassischen kapitalistischen "Industriebaron", der als ultramontan reicher Eigentümer der Firma einer Arbeitnehmerschaft gegenübersteht. Vielmehr sind es heute vor allem selber Angestellte, die als Manager die Geschicke der Wirtschaft leiten. Sozialwissenschaftler ziehen daraus den Schluss, dass grosse Wirtschaftsunternehmen auch auf eine breite Akzeptanz gerade in diesem mittelständischen Segment der kaufmännischen und technischen Intelligenz angewiesen sind. Gemäss einer gerade in München vorgestellten Studie des deutschen Instituts für Sozialwissenschaftliche Forschung riskieren die grossen Technologie-Arbeitgeber durch massives Outsourcing (d.h. eigentlich Offshoring in Billiglohnländer), dass sie diese Akzeptanz in dem für sie enorm wichtigen Segment verlieren. Je mehr die IT-Leute von ihren Arbeitgebern mit diesem Offshoring bedroht werden, desto eher werden sich diese bedeutenden Arbeitnehmer mit den Gewerkschaften und den Produktionsarbeitern solidarisieren. Und damit, so die Sozialwissenschaftler, könnte die blindwütige Orientierung auf Kostensenkung und Arbeitsplatzverlagerung den Firmen genau die soziale Basis entziehen, die sie zur erfolgreichen Bewältigung ihrer Aufgaben eigentlich benötigen. (pol)
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