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04.10.2004 19:44:24 / newsbyteNews |
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Bis spät in die Nacht hielt am vergangenen Wochenende in Genf das diplomatische Gezerre um die WIPO an. Auf Antrag von Argentinien und Brasilien sowie einer Reihe weiterer Schwellenländer hätte die zur UNO gehörende Weltorganisation für geistiges Eigentum eine mehr entwicklungspolitische Orientierung erhalten sollen. Vertreter der 181 Mitgliedsländer verhandelten jedenfalls lange, und ein Kommentator fasste die Stimmung zusammen auf die Aussage "überwältigende Zustimmung aus dem Süden, scharfe Opposition aus dem Norden". Vermehrt hatten die Antragsteller aus den weniger entwickelten Staaten den "freien Zugang zu Wissen und Information" gefordert, während die Industriestaaten im Norden eigentlich an der WIPO als einer Organisation zur Durchsetzung von geistigem Eigentum (Patente, Urheber- und Markenrechte) festhalten wollen. Unterstützt werden die Entwicklungsländer mit ihrer Forderung nach Wissensfreiheit auch von zahlreichen Bürgerrechtlern und Wissenschaftlern in der entwickelten Welt. Dass sich die Teilnehmer der WIPO-Generalversammlung bis zu deren Ende am Dienstag noch einigen werden, ist nicht anzunehmen. (pol)
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