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Datum: |
09.05.2004 11:50:35 / newsbyteNews |
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Der Sasser-Autor ist verhaftet. Aufgrund einer Kopfprämie von 250'000 Dollar wurde der Virenhersteller denunziert und daraufhin verhaftet. Die Prämie stammt von Microsoft und der Redmonder Softwarekonzern hat 5 Millionen Dollar zur Verfügung gestellt, um Hinweise auf die vielen Virenprogrammierer der letzten Monate zu erhalten. Fraglich ist weniger die Prämienpolitik der Firma Microsoft, welche nur die Hackerszene dazu animiert, Rache zu üben, fraglich ist, weshalb ein 18 Jahre alter Schüler in der Lage ist, einen Virus wie Sasser zu programmieren. Gehört Sven J. zur Elite aller Hacker? Nein! Er ist nur ein mit dem Computer aufgewachsener Jugendlicher, der Informatik nicht einmal studiert hat. Düster sind deshalb die Aussichten auf mehr Sicherheit in der Informatik. Bald jeder kann sich einen Virus basteln, die Quellcodes von tausenden von Viren kann man im Internet herunterladen. Das ist ein Desaster sondergleichen und vor allem Microsoft zuzuschreiben. Das Softwarehaus hat es lange verpasst, sichere Programme herzustellen. Man hat es schlicht verpasst, eine sichere Ausführungsebene zu erstellen, in der nur bewilligte Programme ablaufen. Man schützte lieber den Quellcode und gab kein Quentchen an die Konkurrenz weiter, liess sich lieber auf lange Kartellverfahren ein, statt auf einen neuen und sicheren Standard zu setzen, der für alle gilt. Trusted Computing ist zwar heute ein Microsoft-Ziel, die Sicherheit daraus wird sich aber noch lange nicht realisieren lassen. Microsoft verlangt bekanntlich, dass jeder teure Lizenzen kauft und nur sichere Computer mit sicheren Chips eingesetzt werden. Das wird nicht nur dauern, das wird auch scheitern. Der hohe Marktanteil von Microsoft sorgt heute für hohe Unsicherheit im Computing, deshalb ist weiterhin frusted computing angesagt, ganz schön frustrierend das.
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