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Datum: |
08.04.2004 11:57:49 / newsbyteNews |
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Google will einen Mailservice aufbauen, der sich in Sachen Datenschutz an keine der gültigen Regeln halten wird. Immer mehr Datenschützer protestieren alleine gegen die Idee von Google, einen Maildienst anzubieten, der mit den Inhalten der Mails verknüpft, Werbefinanziert ist. Google will nämlich die Inhalte der Kunden nicht etwa strikte anonym behandeln, Google will aufgrund der Mailinteressen die Werbung hinzuschalten. Wenn etwa im Mail die Rede von neuen Autos ist, wird Google Werbung zu Autos und Leasingangeboten einbinden. Zwar ist das durchaus legal wenn der Kunde damit einverstanden ist, nicht legal ist aber die Speicherung aller Mails im Index von Google. Durch diesen Schritt, der aber nicht gesichert ist, wird es möglich, dass jeder Google GMail-Kunde von den Behörden sehr gut überwacht werden kann. Jedes Unwort in einem Mail wird gespeichert und kaum jemand erwartet von Google, dass man sich gegen den Wunsch von Polizeikräften nach Inhaltsprüfung stemmen würde. Google hat sich wohl verschätzt, hoffen die Datenschützer, zumal Gmail in England bereits als Markennamen geschützt ist und auch die Domaine bereits weg ist. 28 Initiativen und Datenschützer aus der ganzen Welt forderten in einem offenen Brief an die Google-Gründer Sergey Brin und Larry Page, dass die Pläne für den Maildienst eingestampft und überdacht werden. Google will Inhalte speichern, die nicht gespeichert gehören und Google will das Briefgeheimnis verletzen, sind alle überzeugt. In Deutschland hat sich der Sprecher des Niedersächsischen Datenschutzbeauftragten bereits klar geäussert, Gmail wird gegen den Datenschutz verstossen und darf deshalb in Deutschland nicht angeboten werden. Unter anderem verletzt der Dienst das Fernmeldegeheimnis.
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