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497 Millionen Euro Strafe für Microsoft

Wie es in den morgigen Ausgaben der grossen Zeitungen in Deutschland heisst, hat sich der EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti bei seinem letzten grossen Fall zu einem neuen Rekord gesteigert. Monti wird den Microsoft-Konzern schuldig sprechen. Lau...

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22.03.2004 23:23:34 / newsbyteNews


Wie es in den morgigen Ausgaben der grossen Zeitungen in Deutschland heisst, hat sich der EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti bei seinem letzten grossen Fall zu einem neuen Rekord gesteigert. Monti wird den Microsoft-Konzern schuldig sprechen. Laut EU-Erkenntnissen hat Microsoft über Jahre hinweg Mitbewerber behindert und Konkurrenz mit allen Mitteln unterdrückt. Zudem hat das Unternehmen versucht, die Kartellermittler der EU in die Irre zu führen, das hat man in Brüssel gar nicht gern gesehen. Der Redmonder Softwarekonzern soll deshalb nun eine Busse von 497 Millionen Euro auferlegt erhalten, das ist die höchste bislang in der EU wegen Wettbewerbsverhinderung ausgesprochene Strafe. Die Strafe liegt noch über der bisher höchsten Strafe von 462 Millionen Euro gegen den Schweizer Chemie- und Pharmakonzern Roche, der sich am Vitaminkartell beteiligt hatte. Für Kommissar Monti ist klar, dass Microsoft den Server-Konkurrenten wichtige Schnittstelleninformationen nicht mitteilte, zudem wollte man mit der Anbindung des Media-Players an das Betriebssystem die Firma Realmedia ausbremsen. Unklar ist aber, ob die 20 EU-Kommissare morgen Dienstag die Strafe genehmigen oder noch abschwächen, die beratende Kommission hat die rekordhohe Strafe bewilligt. Microsoft könnte die Summer locker bezahlen, wird sich aber gegen die Verurteilung an das Gericht wenden und hofft, in einem langen Verfahren eine Verurteilung abwenden zu können. Dazu stehen die Chancen aber schlecht, zumal der US-Konzern die EU-Behörden lange Zeit ignorierte und die Untersuchung behinderte. Microsoft muss sich aber an die Gerichte wenden, weil der zweite Teil der Strafe darauf abzielt, die Schnittstellen zur Konkurrenz freizugeben und auch ein Betriebssystem ohne Media-Player zu bauen. Gegen die beiden Auflagen wird sich Microsoft mit aller Kraft wehren.



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