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09.04.2002 11:52:15 / newsbyteNews |
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Nachdem seit letzter Woche die ADSL-Anbieter eher gesammelt gegen die Swisscom-Preise mokieren und auch die Preisgestaltung von Bluewin als Marktführer als Quersubvention bezeichnen, hat sich gestern die ADSL-Szene mit der Swisscom in Zürich zu einem klärenden Gespräch getroffen. Bei diesem Gespräch setzte die Swisscom einen neuen Rabatt fest, der allerdings unter den Erwartungen der ADSL-Anbieter ausgefallen ist. Ab 1. Mai 2002 erhalten alle ADSL-Anbieter in der Schweiz 13 % Rabatt auf die Preise des ADSL-Tarifes, diesen Rabatt kann man den Kunden weitergeben oder nicht. Keine Nachlässe gibt es im nach wie vor als überhöht bezeichneten Bandbreitenbereich auf der letzten Meile, wo Swisscom das Monopol inne hat. Weil die Gleichberechtigung bei der Swisscom durch Bevorzugung von bluewin nicht stimmt, zieht profitel die WEKO-Klage nicht zurück. Per Ende März nutzten in der Schweiz 65'000 Kunden einen ADSL Breitband Anschluss, diese Zahl wird bis Mitte Jahr stark ansteigen und laufend ausgebaut. Weil bluewin mit Tiefstpreisen am meisten Kunden gewinnt, stösst der Faktor Quersubventionierung nachtürlich den Mitbewerbern sauer auf. profiTEL forderte vom Swisscom Konzern rückwirkend auf den 1. März 2002 eine Preissenkung von mindestens 25 % auf dem BBCS Vertrag und der Bandbreite auf der letzten Meile. Mit der Preissenkung von Bluewin hat Swisscom als Marktbeherrscher den Wert des Produktes um 25 % gesenkt, somit muss auch der Einkauf um 25 % gesenkt werden, dies die Haltung von profiTEL. Ein weiterer Streitpunkt sind die Tarife auf der letzten Meile, dort muss heute von den Anbieter CHF 650.— an Swisscom für 1 MB Bandbreite bezahlt werden. Auf dem internationalen Backbone Markt kostet 1 MB zwischen CHF 450.- und CHF 500.-. Aktuell läuft immer noch das 5000-Kunden Angebot von profitel, wo man ADSL für nur 35 Franken pro Monat unbeschränkt nutzen kann, wenn man Telefoniekunde von profitel ist.
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