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02.04.2002 08:39:08 / newsbyteNews |
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Neuer Verdacht gegen Microsoft: Angeblich spioniert der Software-Konzern die Nutzer des Windows Media Players (Versionen 7 und 8) aus. Die Computerzeitschrift PC-WELT hat in ihrer neuen Ausgabe (5/2002) recherchiert, inwieweit der Vorwurf stimmt. Hintergrund: Beim Abspielen von Audio-CDs oder DVDs fragt der Windows Media Player eine Datenbank auf einem Microsoft-Server ab, damit er Informationen über das eingelegte Medium, wie etwa Künstler- und Titelangaben, anzeigen kann. (Hierzu muss der Anwender vorher seine Internet-Verbindung aktiviert haben.) Jüngst ist der Verdacht aufgekommen, dass es dabei aber nicht bleibt: Angeblich gehen nebenbei auch persönliche Daten an Microsoft. Tatsache ist, so die PC-WELT nach einem entsprechenden Experiment mit einem Sniffer-Tool: Bei der CDDB-Anfrage (CD Database) wird nicht nur die Kennziffer des jeweiligen Mediums, sondern auch eine eindeutige Identifikationsnummer des Players übermittelt. Dieser Umstand allein sei noch nicht besorgniserregend, so die Zeitschrift, denn mit dieser Nummer sind keinerlei persönliche Informationen verknüpft. Allerdings: Anwender, die nicht nur den Media Player nutzen, sondern auch den "Windows Media Newsletter" abonnieren, werden mit der gleichen Identifikationsnummer erfasst. Für das Newsletter-Abo wird dazu ein Passport-Account eingerichtet, der ausführliche persönliche Daten enthält. Anhand der identischen Nummer könnte Microsoft folglich die aus den CDDB-Abfragen gewonnenen Hörgewohnheiten an die private Mail-Adresse und das Passport-Profil des Anwenders knüpfen und detailliert statistisch auswerten. Obwohl die PC-WELT davon ausgeht, dass Microsoft von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch macht, appelliert die Zeitschrift an das Unternehmen, das Verfahren umgehend zu ändern.
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