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Asien wird ein Magnet für die Weltwirtschaft

Absatzmarkt Indien lockt europäische Unternehmen

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Autor: 

claudia klemp

Datum: 

10.07.2006 16:07:58


Wien/Düsseldorf - „Das asiatische Zeitalter hat gerade erst begonnen.“ Indiens Industrieminister Kamal Nath sieht Indien im Gespräch mit der österreichischen Tageszeitung Der Standard http://derstandard.at als wichtigsten Produktionsstandort. Asien als Ganzes bezeichnet er als Magnet für die Weltwirtschaft. Neben China mit einem Wirtschaftswachstum von 8 Prozent ist Indien mit derzeit 7,1 Prozent Wachstum der beständigste Aufsteiger der so genannten Emerging Markets, so das Wirtschaftsforschungsinstitut in Wien www.wifo.ac.at. Ähnliche Ergebnisse erzielte eine Fondsumfrage der Financial Times Deutschland http://www.ftd.de unter vierzehn Investmenthäusern: „Langfristig gesehen ist Asien die am meisten versprechende Region der Emerging Markets und wird die USA in naher Zukunft als Antreiber des weltweiten Handels ablösen“, ist Percival Stanion von Baring Asset Management http://www.baring-asset.com demnach überzeugt. Ein sieben- bis achtprozentiges Wirtschaftswachstum erwartet auch die Weltbank für Indien in den nächsten Jahren.
Angetrieben von lebhaft steigenden Exporten bei Informationstechnologie (IT), Pharma- und Textilprodukten, brummt der Konjunkturmotor scheinbar unaufhaltsam.

Fachleute sehen Indien bereits auf einem besseren wirtschaftlichen Weg als China. Ein Grund dafür sei die Bankenstruktur, so die Frankfurter Allgemeine Zeitung http://www.faz.net.: „Die meisten indischen Banken befinden sich in privater Hand. Ihre Kreditvergabe und ihr Risikomanagement orientieren sich an den betriebswirtschaftlichen Kennziffern und Aussichten des Kreditnehmers. Rund 15 Prozent der vergebenen Kredite sind in Indien notleidend, schätzen Experten.“ In China dagegen werde der Anteil der so genannten faulen Kredite offiziell auf 25 Prozent beziffert, 30 bis 40 Prozent seien jedoch vermutlich realistischer. Würde der Staat das Bankensystem nicht stützen, wäre es längst bankrott, so die FAZ. Für viele Unternehmen ist Indien mittlerweile nicht nur als Niedriglohnland für neue Produktionsstandorte attraktiv, sondern auch als Absatzmarkt vielversprechend. „Schätzungen zufolge wird dort der Absatz von Neuwagen von derzeit einer Million jährlich auf 1,6 Millionen im Jahr 2010 steigen“, begründet beispielsweise Volvo-Sprecher Christer Gustaffson die Entscheidung des Ford-Konzerns, bis zu zehn Verkaufsstellen auf dem Subkontinent einzurichten. Das berichtet die Netzeitung http://www.netzeitung.de. Ausländische Finanzinvestoren, so Der Standard, „haben laut Büro der Außenwirtschaft Österreich http://www.austriantrade.org zwischen 2003 bis 2005 an den indischen Börsen 25 Milliarden Dollar investiert, während die Direktinvestitionen lediglich siebeneinhalb Millionen Dollar betrugen.“ Gerade erst hat der luxemburgische Stahlriese Mittal Steel http://www.mittalsteel.com den Bau eines Werkes in der Provinz Orissa im Osten Indiens bekannt gegeben. „Insgesamt planen in- und ausländische Stahlkonzerne, in Indien bis zum Jahr 2010 neue Werke mit einer Gesamtkapazität von 70 Millionen Tonnen pro Jahr errichten“, berichtet das Handelsblatt http://www.handelsblatt.de.

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