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Kuriert Klinsmann jetzt auch die deutsche Wirtschaft?

Was Unternehmensführer vom Bundestrainer lernen können

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Autor: 

claudia klemp

Datum: 

05.07.2006 10:04:10


Jürgen Klinsmann könnte einmal das Schicksal von Alt-Bundespräsident Roman Herzog erleiden. Herzog hielt seine berühmte Ruck-Rede, alle waren begeistert, doch bei der Umsetzung haperte es dann. Auch vom Bundestrainer sind zurzeit alle schwer angetan, doch es bleibt die Frage, ob der deutsche Fußball langfristig von „Klinsis“ Methoden profitieren wird. Denn einige Bundestrainer – und auf die kommt es letztlich an – geben sich recht verstockt. Als Teammanager Oliver Bierhoff vom „Dornröschenschlaf“ der Liga sprach und als Beleg die miserable Bilanz deutscher Clubs im Europapokal der vergangenen Jahre anführte, konterte Hannover 96-Coach Peter Neururer, es handele sich um „populistische Schwachsinnsaussagen“. „’Populistische Schwachsinnsaussagen’ nannte der Spezialist für populistische Schwachsinnsaussagen die Bierhoff-Kritik“, so die Financial Times Deutschland (FTD) http://www.ftd.de spitz. Gibt man den Namen „Peter Neururer“ bei Google http://www.google.de ein, so gelangt man als erstes übrigens auf die satirische Plattform Intelligente Äußerungen von Peter Neururer http://www.ja-gut-aeh-ich-sag-mal.com/peter_neururer.html.

Wenn Klinsmann schon nicht in der Bundesliga Schule machen sollte, so wird vielleicht die deutsche Wirtschaft von ihm lernen. Denn auch Manager und Unternehmer können von der „Philosophie“ des smarten Wahl-Kaliforniers profitieren. „Jürgen Klinsmann hat ja vor der WM eine ganze Zeit lang mit der deutschen Öffentlichkeit gefremdelt. Er wirkte innerhalb der deutschen Fußballwelt wie ein Wesen vom Mars, weil er sich – zumindest nach außen hin – nicht um die Meinungen anderer scherte und ganz klar bei seinem Kurs blieb. Klinsmann tut das, was er für richtig hält und weiß dabei immer, dass ihm nur der Erfolg recht geben kann“, sagt Tobias Janßen, CEO der Beteiligungs- und Beratungsgesellschaft Goldfish Holdings http://www.goldfish-holdings.com. „Klinsmann hat bei der jungen Mannschaft individuelle Leistungsbereitschaft, Teamgeist und eine neue Freude am Spiel geweckt. Er hat sich nicht obsessiv-defensiv mit den Schwächen der Spieler beschäftigt, sondern konsequent deren Stärken gefördert.“

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