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Erfolgreiches Portfoliomanagement für grosse Energiekunden am Beispiel der Deutschen Bahn

DB Energie: Erfolgreiches Portfoliomanagement für grosse Energiekunden am Beispiel der Deutschen Bahn AG

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Autor: 

Andreas Meyer, Birgit Carlstaedt, Andreas Ecker / Erfolgreiches Portfoliomanagement für grosse Energiekunden am Beispiel der Deutschen Bahn

Datum: 

02.05.2006 07:50:22






Traditionelle Preisanpassungsmöglichkeiten (Ankopplung an Kohle und Lohn) gelten heute am Markt als nicht mehr realisierbar. Vielmehr verzichtet man während der kurzen Vertragslaufzeit auf eine automatische Anpassung der Strompreise. Wenn ein gewisses Risiko bzgl. der Preisentwicklung eingegangen werden kann, empfiehlt sich die Implementierung einer unterjährigen Kündigungsmöglichkeit (Escape-Klausel) im Stromliefervertrag. Diese Kündigungsmöglichkeit kann von einer Vertragspartei genutzt werden, wenn die Strompreise am Markt die im Stromliefervertrag festgeschriebenen Strompreise um einen festgelegten Prozentsatz über- oder unterschreiten und Gespräche zwischen den Vertragsparteien dieses Ungleichgewicht nicht beseitigen können. Eine solche Möglichkeit steht im Rahmen einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit beiden Seiten und somit prinzipiell auch den EVU (z.B. bei einer politisch bedingten Stillegung von Kernkraftwerken in Deutschland) offen.
Bild 4 gibt einen Überblick über die Veränderungen bei der Vertragsgestaltung durch die Liberalisierung.

3 Erfolgreiches Portfoliomanagement für die DB AG – Grundlage für eine jederzeit sichere und günstige Stromversorgung
Mit der Gründung der DB Energie hat sich die Deutsche Bahn AG dafür entschieden, ihr Strombezugsportfolio für den elektrischen Traktionsstrom von einem spezialisierten Dienstleister professionell managen zu lassen. Wie Bild 5 zeigt, wurden zu Beginn der Arbeiten die Ziele für die Vertragsverhandlungen mit den verschiedenen EVU im Rahmen eines effizienten Vertragsmanagements formuliert. Dazu wurde eine Partnerzone für die EVU definiert, in die sich alle EVU, welche die Voraussetzungen für eine langfristige und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der DB Energie erfüllen wollen, entwickeln müssen. Dank zielgerichteter Verhandlungen gibt es bereits viele EVU, welche die Partnerzone erreicht haben.
Mit der in 1999 in Betrieb genommenen neuen Hauptschaltleitung in Frankfurt am Main steht der DB Energie u.a. für die Verbrauchsprognose und das Portfoliomanagement ein modernes und ausgereiftes technisches Hilfsmittel zur Verfügung, das den wirtschaftlichen Einsatz der Verträge sicherstellt. Hauptaufgabe der neuen Hauptschaltleitung ist die Steuerung des 1 AC 110 kV 16 2/3 Hz Hochspannungsnetzes der DB Energie und der Einsatz der verschiedenen Kraftwerke und Umformer/Umrichter. Mit ihrer Hilfe wird der Bedarf an elektrischer Traktionsenergie für die Deutsche Bahn AG ständig prognostiziert.

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