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Details:
Autor: |
lic. jur. Juri Weiss / Leiter Fachstelle E-Government, Staatskanzlei des Kantons BS |
Datum: |
03.05.2006 05:55:57 |
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Ein weiterer Widerspruch, der sich am gleichen Beispiel zeigen lässt, ist die Angst breiter Kreise vor dem Missbrauch geschützter Daten: Obwohl relativ leicht nachgewiesen werden kann, dass E-Voting in dieser Beziehung um ein Vielfaches sicherer ist, ist die Angst trotzdem stärker als jedes rationale Argument: Es ist die gleiche Situation wie beim Vergleich der Unfallgefahr zwischen Autofahren und Fliegen (das Risiko wird offenbar zu sehr am grösstmöglichen Schadensausmass gemessen statt am Produkt aus diesem und der Schadenswahrscheinlichkeit). Strategien: «Schmieren und salben hilft allenthalben» Wenn ich gefragt werde, ob ein Kanton oder eine Gemeinde eine E-Gov-Strategie brauche und was denn darin stehen müsste, antworte ich jeweils: Die Strategie benötigen Sie an und für sich nicht (bzw. sie könnten ja auch einfach eine bestehende kopieren und verteilen). Was Sie aber brauchen, ist der Prozess, der zur Strategie führt, d.h. die Auseinandersetzung der Entscheidungsträger mit dem Thema. Die langen Diskussionen also, die manchmal dazu führen, dass man am Schluss tatsächlich weiss, was E-Government eigentlich ist und was man damit will. Diesen Prozess betrachte ich als sehr wertvoll (und könnte im Übrigen auch in eine andere Form als in eine Strategie münden).
KISS: «Keep it simple and stupid» Als wir vor nun gut zwei Jahren das Portal neu aufgeschaltet hatten, war es von der Planung her als Provisorium gedacht: Damals bestand ja noch die Hoffnung, dass ch.ch die Strukturierung der kantonalen und kommunalen Websites nach Lebenslagen überflüssig machen könnte. In der Zwischenzeit sind die vielen Millionen für das einstige Prestigeprojekt des Bundes verflüchtigt und die mittlerweile dritte Version kommt so schlank und rank daher, dass bs.ch geradezu als Komfortvariante bezeichnet werden darf.
Heute bin ich denn auch froh, dass unser Finanzdepartement damals das Geld für die definitive Version noch nicht sprechen wollte und zuerst ein klares Konzept verlangte. Dieser Sparzwang zwang uns zu technisch einfachen Lösungen. Dass damit
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