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Details:
Autor: |
Matthias Frisch / Aufbau eines Security Awareness Programms |
Datum: |
29.05.2006 22:00:35 |
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Brauchen wir nicht - es ist doch alles geregelt, oder…
Wenn sich ein Sicherheitsmanagement in einem Unternehmen etabliert, werden typischerweise eine Reihe organisatorischer Maßnahmen ergriffen. Verantwortlichkeiten werden definiert, Richtlinien ausgearbeitet und verabschiedet, Sicherheitsprozesse etabliert usw. Wie viel Budget auch immer dafür bereit gestellt wird – häufig erfolgt die direkte Ansprache der Mitarbeiter zu den Sicherheitsthemen mit niedriger Priorität und kommt dementsprechend viel zu kurz. Dabei bedeutet eine verabschiedete Vorgabe, wie sich ein Mitarbeiter zu verhalten hat, nicht unbedingt, dass es auch jeder Mitarbeiter weiß – geschweige denn, für seine tägliche Arbeit verinnerlicht hat.
Das große Erwachen kommt im besten Fall, wenn Mitarbeiter des Hauses zu Sicherheitsthemen befragt werden – im schlechtesten Fall, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. Für die Ausarbeitung von Regelungswerken wird zumeist ein immenses Arbeitsvolumen akzeptiert. Wenn dann aber kein Mitarbeiter die relevanten Vorschriften kennt oder schlimmer noch, gar nicht weiß, wo sie zu finden sind, ist das Budget dann wirklich sinnvoll verwendet worden?
Eine häufig benutzte Metapher im Sicherheitsmanagement spricht davon, dass die Kette immer so stark ist, wie ihr schwächstes Glied. Die Statistiken zu Sicherheitsvorfällen sprechen hier eine deutliche Sprache. Irrtum und Nachlässigkeit der eigenen Mitarbeiter sind über die letzten Jahre hinweg die hauptsächlichen Verursacher von Sicherheitsvorfällen und „IT-Unfällen“ gewesen. Dabei ist es nicht schwer, einem Mitarbeiter begreiflich zu machen, dass bestimmte Anweisungen zu befolgen sind, am einfachsten, indem die Konsequenzen der Nichtbeachtung deutlich vor Augen geführt werden. Das Ziel muss sein, den Mitarbeiter von einer vorgeschriebenen Handlungsweise hin zu einem intuitiv richtigen Handeln zu bringen.
Ein solches Programm benötigt eine konzeptionelle Grundlage, Budget und natürlich die Unterstützung des Managements. Die Schaffung eines Sicherheitsbewusstseins kann auch nur dann einen nachhaltigen Effekt im Unternehmen erzeugen, wenn ein solches Programm kontinuierlich betrieben wird. Immer wichtiger wird bei Themen, die sich direkt an den Mitarbeiter richten, die rechtzeitige Beteiligung des Betriebsrates – eine Zusicherung der Anonymität von Mitarbeitern kann hier sehr hilfreich sein.
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