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Details:
Autor: |
Ulrich Hoffmann und Beat Stocker / Teil 5: Der Weg zur „best practices“ Schulungsorganisation |
Datum: |
10.06.2007 17:45:03 |
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BFS: Warum ist das so?
ULH: Für ein aussagkräftiges Benchmarking zur Ermittlung von „best practices“ müssen drei Minimalvoraussetzungen erfüllt sein.
Erstens die Objektivität. Hier verstehen wir den Grad, in dem die Ergebnisse eines Benchmarks unabhängig vom Untersucher sind. Das unterteilt sich dann noch in die Durchführungsobjektivität und die Auswertungsobjektivität.
Der zweite wichtige Punkt ist die Reliabilität, die Zuverlässigkeit. Er ist der Grad der Genauigkeit, mit der ein Benchmark ein Merkmal misst, gleichgültig, ob er dieses Merkmal zu messen beansprucht, oder anders gesagt, es braucht eine genügend grosse Anzahl an Parameter pro Gebiet und deren jeweilige statistische Kontrolle. Hierbei wird die Trennschärfe, der Schwierigkeitgrad und die Parametercharakteristiken gemessen.
BFS: Das sind die Regeln zur Formatstandardisierung. Welches ist die dritte der drei Minimalvoraussetzungen?
ULH: Der dritte Punkt ist die Validität, die Gültigkeit. Hier geht es um den Grad der Genauigkeit, mit der ein Benchmark das Merkmal misst, das er messen soll. Man könnte auch sagen, die inhaltliche Gültigkeit der Fragestellung.
BFS: Klingt alles ein bisschen komplex. Geht es nicht ein bisschen einfacher?
ULH: Nun, Benchmarking ist mehr als nur ein Leistungsvergleich. Die drei Minimalvoraussetzungen Objektivität, Reliabilität und Validität sind der Schlüssel zum Erfolg.
Ich verdeutliche den Unterschied zwischen Leistungsvergleich und Benchmarking am Beispiel „Deckungsbeitrag“: Er ist ein Produkt aus sehr vielen Faktoren und vielen begleitenden Imponderabilien, die aufeinander einwirken, so, dass es nicht als Parameter für einen Benchmark zur „best practice“ genutzt werden kann. Wohl aber für einen Leistungsvergleich.
Gleiches gilt auch für die gern und oft zitierte Seminarqualität. Sie ist OK für einen Leistungsvergleich, aber der Knackpunkt liegt beim Ausfüllen der Bewertung. Hier ist die Objektivität die Schwachstelle. Eine Teilnehmerbeurteilung ist somit für ein Benchmarking nicht geeignet.
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