|
Details:
Autor: |
Ulrich Hoffmann und Beat Stocker / Teil 5: Der Weg zur „best practices“ Schulungsorganisation |
Datum: |
10.06.2007 17:45:03 |
|
ULH: Der Begriff „best practices“ ist nicht geschützt und kann von jedermann verwendet werden. Es gibt auch keine Abgrenzung für diese Bezeichnung. Die Frage ist nur: Was steht konkret hinter der Behauptung „best practices“, welche gemessenen Leistungspunkte werden angeführt?
BFS: Und wann ist es sinnvoll?
ULH: „Best practices“ ist sehr eng mit Leistungsbewertung oder Benchmarking verbunden. Das heisst, dass eine vorherige sehr umfangreiche und aufwendige Analyse notwendig ist, um „best practices“ zu ermitteln.
BFS: Einfach gesagt, wer den höchsten Umsatz erzielt und den besten Deckungsbeitrag erwirtschaftet, ist „best practices“, ist der Benchmark für die anderen Anbieter.
ULH: So einfach ist die Welt nicht. Um „best practice“ zu ermitteln, braucht es erst einmal eine Definition, für welche Bereiche die Bewertung gelten soll. Geht es um Lerntransfer, Infrastruktur, um die Mitarbeiterführung oder sonstige Bereiche einer Schulungsorganisation?
BFS: Ist es denn nicht richtig, sofort die gesamte Organisation zu prüfen?
ULH: Das ist sehr gut, aber auch sehr schwierig. Das Hauptproblem sind die Bewertungsgrundlagen und die Vergleichsparameter. Genau hier scheitern die meisten,
BFS: Woher bekomme ich die notwendigen Vergleichsparameter bzw. Bewertungsgrundlagen?
ULH: Gute Frage. Eine Schulungsorganisation steht erst mal für sich allein auf weiter Flur. Ein Mitbewerber wird den Teufel tun, um seine Interna für ein Benchmark-System, den Konkurrenten auf den Tisch zu legen. Bildungsnetzwerke haben es hierbei vielleicht etwas einfacher.
Meiner Ansicht nach gibt es nur einen Lösungsansatz: Schauen wer im Bildungsmarkt über die entsprechenden Informationsressourcen verfügt.
BFS: Ok, ich sehe das Lächeln. Welche Bewertungskriterien werden häufig für die Ermittlung von „best practices“ genutzt?
ULH: Ich kann hier nur für den Bereich der Aus- und Weiterbildung sprechen. Gesehen haben wir schon alle möglichen Parameter, inklusive Umsatz und Deckungsbeitrag. Sobald man sich auf die Nutzung von Finanzzahlen, von monetären Werten fokussiert, wird es aber sehr schwierig und ist fast immer zum Scheitern verurteilt.
[Vorherige] 1 2 3 4 5 [Nächste]
|