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Ein Credo für die Netzwerk-Infrastruktur

Ein Credo für die Netzwerk-Infrastruktur mit Cabledoc Die passive Netzwerk-Infrastruktur (PNI) ist das wichtigste und unverzichtbarste Element moderner Datenkommunikation.

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Autor: 

Mag. Richard Vogel / Ein Credo für die Netzwerk-Infrastruktur

Datum: 

28.05.2007 18:26:56






Die Behebung strategischer Fehler bei der Konzeption einer IT-Verkabelung gehört zu den unpopulärsten Investmententscheidungen im IT-Bereich. In der Praxis wird nach unserer Erfahrung oft zu geringen Anschlusskapazitäten mit übertriebenen Hub- und Switchkaskaden begegnet, wobei hier aus Kostengründen fast immer nicht managebare Geräte herangezogen werden, die typischerweise malerisch auf dem Boden unter den Schreibtischen mit spinnwebartig sich ausbreitenden Patchkabeln platziert werden.
Die passive Infrastruktur am Ende ihrer technischen Adäquanz ist für den bedauernswerten Netzwerkverwalter oft zu einem undurchsichtigen, kaum administrierbaren „Verkabelungsmonster" mutiert. Uneinheitliche Beschriftungssysteme, unbekannte Wege obsoleter Anschlüsse, die nicht mehr verwendet werden, fehlende Fehlereingrenzungsmöglichkeiten aufgrund „dummer" Switches, fehlende Redundanzen: Oft tappt der Netzwerkverantwortliche in einem solchen Szenario im Dunkeln.
Im Folgenden ein paar allgemeine Tipps für Ihre neue PNI (diese ersetzen selbstverständlich keine detaillierte Planung):
• Lassen Sie Ihre IT-Netzwerkinfrastruktur von einem Profi planen.
• Im Bürobereich kalkulieren Sie eine Anschlussgruppe (drei bis vier Anschlüsse) pro 5 m2; in Gängen, Küchen, Stiegenhäusern und anderen Räumlichkeiten in Büroumgebungen kalkulieren Sie einen Zwillingsanschluss pro 10 m2.
• Verkabeln Sie innerhalb eines Stockwerkes mit Klasse-E (Kat 6)-UTP-Komponenten (der Au¬tor dieses Artikels ist sich bewusst, der Klasse-F/Kat-7-Lob-by hiermit entgegenzutreten).
•Verwenden Sie 50/125-Glasfa-serkabel für die stockwerkübergreifenden Verbindungen zu den einzelnen Verteilerschränken (mind. achtfasrig), falls die Wege 250m nicht überschreiten, darüber hinaus bie¬tet wohl nur ein Singlemode-Kabel Investmentschutz und ausreichende Leistungsreserve.
• Redundant zu den Glasfaserkabeln sehen Sie 5% der Kat 6 Anschlusskapazitäten im Stockwerk als stockwerkübergreifende Kat-6-Anschlussredundanz vor (KVM-Umschalter, ISDN, Glasfaser-Ausfallssicherheit...).

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